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Ein Wochenende „Sans Souci“:

FASHION-EVENT im Design-Hotel „Le Méridien“


Lounge am Entrée
Lounge am Entrée © Thomas Arndt

Der rote Teppich! Weg zu den Sternen, den Filmfestspielen, Oskar-Triumphen und Fashion Weeks dieser Welt. Eine Strasse der Schönheit, die auch für ein Luxushotel an der Außenalster vertrauter Boden ist: das „Le Méridien“. Das Design-Hotel mit den Fühlern am Puls der Künste hat just im Oktober sein erstes Fashion-Event gefeiert. Ambitionierte Junge Wilde der Mode schreiten strahlend durchs Blitzlichtgewitter, ihre Ausstellungswerke in großen Koffern im Schlepptau. Drei traumhafte Tage lang (Freitag, 06. - Sonntag, 8. Oktober) wurden Zimmer und Suiten über drei Etagen zur Bühne für den großen Outfit-Auftritt.

www.jak.de
www.jak.de © Thomas Arndt

Das noble Interieur - Betten, Schränke, die riesigen Fenster zur Alster hin, ja sogar die verzinkten nostalgisch anmutenden Badewannen - umrahmen die stylischen Kreationen der Jung-Designer, als hätten sie nie etwas Anderes getan. Ein Schaufenster der Avantgarde, zum Gucken, Riechen, Anprobieren und „Muss-ich-haben!“, exklusiv und bei einer 15-Euro-Tageskarte ein durchaus erschwingliches Event mit einer rauschenden Party im Restaurant „Heritage“ als Ouvertüre. Bis in die Nacht feiern und anderntags präsentieren, ist das nicht anstrengend? Doch! Aber: Wir sind jung, wir sind hier und das Leben leuchtet, flirtet an der Bar und netzwerkt bei Chillout-Musik. Labels aus unterschiedlichsten Genres zieren die 80 Pop-Up-Stores: eine Bildergalerie der Fashion-Fantasie. Feengewänder für die Abendgala. Brautkleid-Blütenzauber in ökologischer Reinheit. Weitärmelige Poetenhemden mit der Lyrik der Einzigartigkeit. Zarte Klöppelspitze, die zu filigranem Schmuck avanciert. Nachhaltiges ist erfreulicherweise oft vertreten - mal als Herren-Lackschuh mit Humphrey-Bogart-Film-Glanz, Stiletto-Perfetto oder subtile Finesse aus Leder. Zwischen den taufrischen Designs tauchen immer wieder Wellness-Inseln aus Yoga, Visagisten-Kunst und „Lifestyle-Lern-ich-gern“-Workshops auf. Atemberaubend.

Kunst im Hotel: einmal Contemporary und zurück

Label Enemy in the Wardrobe
Label Enemy in the Wardrobe © Enemy in the Wardrobe

Das Design-Hotel mit seinem Blick auf verträumte Bootsstege und Ufercafés, dem hauseigenen Spa und den sich gemütlich im EG räkelnden zahlreichen Lounges ist eine Ferienadresse ersten Ranges. Jedoch eine, die gern über ihren Gourmet-Tellerrand hinausschaut. Es besitzt eine der „größten Dauerausstellungen zeitgenössischer Kunst außerhalb der Museen“. Führungen durch die Galeristin Ruth Sachse finden regelmäßig statt. Auch gehörte das Hotel „Le Méridien“ zu den diesjährigen Partnern der Veranstaltung „add art“ - Hamburgs Wirtschaft öffnet Türen für Kunst“ (23. - 25. November 2017): die spannenden Schätze junger Künstler, in Hamburger Institutionen bewahrt, werden der Öffentlichkeit bei kostenlosem Eintritt präsentiert, auch mit dem Ziel ihrer Förderung. Was für eine Gelegenheit, durch einige der 275 wunderschönen Suiten des Hotels zu streifen.

Maritimes Bild des Künstlers Klaus Hartmann in der Präsidentensuite
Maritimes Bild des Künstlers Klaus Hartmann
in der Präsidentensuite
© Thomas Arndt

Gleich neben dem von adretten Buchsbäumchen stilvoll bewachten Eingang geht´s los. Wohin zuerst? Geradeaus schnurstracks in das fürstlich wirkende Rezeptions-Rondell mit der Weltkarte aus metallenen Verstrebungen der Künstlerin Debbie Smyth? Oder besser doch nach links, bei der Bar „Latitude“ und der Lounge mit den herabhängenden Lampen im freien Sternenfall, zu den Holz-Skulpturen des Künstlers Yves Rasch. Rechts vom Entrée mit dem Marmor-Sideboard im Art-Deco-Stil prangt ein Bild des Künstlers Jaakov Blumas mit grafisch-geschwungenen Ornamenten, von einem Querstreifen-Ensemble durchzogen. Es sieht aus wie eine toskanische Landschaft im Dämmerlicht. Oben in den Fluren verbreitet eine edle Schwarz-Weiß-Galerie von Marc Lüders ein Stück Film-Noir-Magie. Immer ein Element ist kein Foto, sondern gemalt, aber welches? Vielleicht die Rose im Glas? Um die Ecke an den Wänden hängen Nistkästchen mit Gucklöchern. Drin begegnen dem Blick verschrumpelte Äpfel, Fotos von Naturalien, die an die morbiden Nuancen alter Stillleben erinnern. Eine Anspielung auf das Werden und Vergehen. Tröstlich, dass dieses Hotel mit seiner offensichtlichen Ästhetik dem Leben, so wie es ist, Raum gibt. Und da: Noch so ein Stilbruch, eine alte Tür, über und über mit hanseatisch getönter Street Art besprenkelt, ein riesiges Gästebuch, mit „Moins“, „HSV“ und Hansestadt-Emblemen. Im Restaurant “Heritage“ im 9. Stock endet die Führung - bei den „Superhelden und Schurken des Pariser Fotografen Sascha Goldberger“.

Zu nett: ein Nobelhotel mit Humor. Und eine Abenteuerreise. Die nächste Edition des Fashion-Events nach Züricher Vorbild - hier fand es schon 6 mal erfolgreich statt - ist schon in Planung. Wer will da noch nach Paris?Text: Ulrike Korb

Fotos: © Thomas Arndt, Enemy in the Wardrobe, Hotel Le Méridien (Kachel Hotel, Logo Fashionevent)

  • Kunstführung “add art”

    Kunstführung “add art”

  • Ausblick vom Restaurant „Heritage“ auf die Alster

    Ausblick vom Restaurant „Heritage“ auf die Alster

  • Bar im Restaurant “Heritage”

    Bar im Restaurant “Heritage”

  • Lounge bei der Bar “Latitude“

    Lounge bei der Bar “Latitude“

  • Rezeption mit der Weltkarte der Künstlerin  Debbie Smyth

    Rezeption mit der Weltkarte der Künstlerin Debbie Smyth

© Thomas Arndt

LITERATUR ÖKOMODE:


- Ökoportale, Onlineshops, Messen...

- Fashionshows, nachhaltig...

- Kba (Biobaumwolle)...

- Gütesiegel/Qualitätsstandards/Bewertungen...

- Fairtrade (Organisationen, Kampagnen)...

Barrierefrei-Infos:

In dem Design-Hotel an der Außenalster gibt es - neben 13 Veranstaltungsräumen - 275 Zimmer und Suiten, davon sind 2 rollstuhlgerechte Zimmer mit geräumigen Eingängen, Schiebetüren an Schrank und Nasszelle, einer plan befahrbaren Dusche mit Notfallschnur. An der Toilette befindet sich ein Telefon.

Wardrobe
Wardrobe
Wardrobe

Alle Zimmer des Hotels verfügen über LED TV und freies W-LAN. Das Kunstprogramm „Unlock Art™“ gewährt allen Übernachtungsgästen kostenfreien Eintritt in die Deichtorhallen sowie eine Alsterrundfahrt.

Es gibt zwei Behindertenparkplätze. Des Weiteren 2 barrierefreie Toiletten im EG und 9. Stock. An der Rezeption ist ein kleiner Bereich abgesenkt, ansonsten können Formalitäten in der Concierge-Lounge an der Rezeption erledigt werden. Die beiden Bars im EG und im Restaurant Heritage haben keinen abgesenkten Bereich. Von den drei Aufzügen ist einer barrierefrei, mit Sprachausgabe und einem gut erreichbaren, kontrastreichen und erfühlbaren Bedientableau.