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Bündnis 90 / Die Grünen

Anja Hajduk
© Bündnis 90/Die Grünen

Anja Hajduk, Mitglied des Deutschen Bundestages, Hamburger Spitzenkandidatin ihrer Partei:

„Inklusion bedeutet für mich, dass alle Menschen frei entscheiden können, wie sie ihr Leben gestalten wollen, und nicht ausgegrenzt oder fremdbestimmt werden. Deshalb setze ich mich zum Beispiel dafür ein, dass der allgemeine Arbeitsmarkt so flexibel wird, dass sehr viel mehr Menschen mit Behinderungen dort ihren Platz finden. Niemand soll wegen seiner Behinderung von Wahlen ausgeschlossen werden, und wir arbeiten daran, dass Barrieren wo auch immer, sei es im Bus oder im Internet, abgebaut werden.“

Aus dem Wahlprogramm von Bündnis 90/die Grünen:

Selbstbestimmung für alle: Barrierefrei und gleichberechtigt leben


Wir GRÜNE streiten für eine inklusive Gesellschaft, in der alle Menschen frei und selbstbestimmt leben und teilhaben können. Wir wollen eine bunte, vielfältige Gesellschaft, in der es normal ist, verschieden zu sein, in der niemand ausgegrenzt wird und alle das Gefühl haben: Ich gehöre dazu. Jede*r soll die Unterstützung erhalten, die jeweils benötigt wird. Uns geht es um Selbstentfaltung und die Möglichkeit individueller Lebensentwürfe ebenso wie um die gesellschaftlichen Voraussetzungen für individuelle Freiheit. Unser Ziel ist eine inklusive Gesellschaft, die frei von Barrieren sowie frei von Vorurteilen und Diskriminierung ist. Eine inklusive Gesellschaft trifft Vorkehrungen und schafft Rahmenbedingungen, damit alle teilhaben können. Dazu gehört eine barrierefreie Infrastruktur ebenso wie universelle Sicherungssysteme, die effektiv vor Armut schützen.

Für Menschen mit Behinderung ist Inklusion ein Menschenrecht. Das Bundesteilhabegesetz der Großen Koalition erfüllt diesen Anspruch bislang nicht. Außerdem muss die Bundesregierung ihre Blockade der horizontalen EU-Gleichbehandlungsrichtlinie endlich beenden. Menschen mit Behinderungen erleben immer wieder Benachteiligungen: Auf dem Bahnhof, wenn Fahrstühle fehlen, wenn die Kosten für Gebärdensprachdolmetschung nicht übernommen werden oder bei der Wahl des Wohnortes. Wir wollen das Wunsch und Wahlrecht durchsetzen und die Bedingungen für den Ausbau des selbstbestimmten Wohnens mit Assistenz weiter verbessern. Integrationsunternehmen sollen ausgebaut werden als echte Alternativen zu den Werkstätten. Wer auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten möchte, muss die dafür notwendige Unterstützung erhalten. Wir setzen uns für einen barrierefreien öffentlichen Raum ein, in dem Gebäude, Medien, Produkte, Dienstleistungen und Veranstaltungen besser zugänglich und nutzbar sind. Hierzu ist es unumgänglich, auch für die Privatwirtschaft verbindliche Vorgaben für die Barrierefreiheit zu formulieren. Die von Bundesrat und Bundestag ratifizierte Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen muss endlich auch in Deutschland vollständig umgesetzt werden. Dazu gehört auch, die derzeit noch bestehenden Einschränkungen beim Wahlrecht abzuschafen.
(Quelle)

„Politik im Dialog“

  • mit Anja Hajduk
  • am Freitag, den 08.09.2017, zwischen 16 - 19h
  • Leben mit Behinderung Hamburg
  • Südring 36
  • 22303 Hamburg

Voranmeldungen werden erbeten unter: information@lmbhh.de oder 040 - 2707000