Barrierefreies Hamburg - mit uns hören Sie besser!

Hörgeräte werden immer leistungsfähiger und das Angebot an technischen Hilfsmitteln immer umfangreicher. Trotzdem stellt die Hörschädigung immer noch eine große Beeinträchtigung in der Kommunikation dar. Die Gleichung Hörgeschädigte + Hörhilfe = normal Hörende stimmt so nicht. So wirken in Räumen ohne unterstützende Höranlage die im eigenen Hörgerät eingebauten Mikrofone z.B. einfach als Verstärker; störende Nebengeräusche werden also oft gleichwertig übertragen und verstärkt, für den Träger des Hörgerätes nicht selten eine zusätzliche Beeinträchtigung.

Schwerhörigkeit ist keine Frage des Alters
Von den 330.000 hörgeschädigten Jugendlichen (Schwerhörigkeit ist tatsächlich keine Frage des Alters) und Erwachsenen in Hamburg nutzen weniger als 10% eine technische Unterstützung.Kind Das ist überraschend, denn viele öffentliche und private Einrichtungen sind auf die Bedürfnisse dieser wachsenden Bevölkerungsgruppe eingerichtet.

Hamburg Barrierefrei hat funktionstüchtige Höranlagen in mehr als 300 Kirchen, Sprechbühnen, Musiktheatern und Vortragssälen der Hansestadt erfasst. Alle positiven Ergebnisse veröffentlicht der Bund der Schwerhörigen (BdS-Hamburg) in einer Broschüre und der Verein Hamburg Barrierefrei auf dieser Website.

Das Ohnsorg-Theater z.B. arbeitet erfolgreich mit einem Infrarot-System. Zum kabellosen Empfang können spezielle Kopfhörer ausgeliehen werden. Höranlagen unterscheiden sich in ihrer Übertragungstechnik. Es wird über Licht (Infrarottechnik), über Funk (FM-Technik) oder über Magnetfelder (Induktion) übertragen.

Am komfortabelsten ist das induktive Hören. Eine mobile-, oder im Boden fest verlegte Induktionsschleife erzeugt ein Magnetfeld, dass die Technik im eigenen Hörgerät anspricht. Der Vorteil liegt im Verzicht auf Nebengeräusche. Wort, oder Musikbeiträge erreichen das Ohr direkt vom Mikrofon, ohne Umweg über den Raumklang.

Eine wichtige Voraussetzung für die Nutzung der Technik ist, dass das eigene Hörgerät eine Telefonspule für Induktionsanlagen hat oder/und dass ein Audioschuh vorhanden ist für FM- und Infrarottechnik. Auf Nachfrage schaltet jeder Hörgeräte Akustiker die T-Spule eines Hörgerätes kostenlos frei, oder informiert sie darüber was für Sie infrage kommt.

Die Körber Stiftung, der Mariendom und einige Informations- und Verkaufsschalter der Deutschen Bahn sind bereits mit dem blauen Induktions-Ohr und dem „T“ gekennzeichnet. Halten Sie danach Ausschau und Informieren Sie sich vor einem Besuch danach, ob die Anlage eingeschaltet ist, und ob der Empfang auf bestimmte Bereiche/Sitzplätze beschränkt ist.

Peggy Schwarz und Alexander Ebert