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BallinPark - Blüten der Pioniere

Museumsstadt Ballinstadt
Museumsstadt BallinStadt

Träume, Mut, Aufbruch – die Blüten der Freiheit. Ihr Duft liegt noch immer in der Luft im BallinPark. Hier, im Vorgarten des Auswanderermuseums BallinStadt auf der Elbinsel Veddel, verdichtete sich einst die Sehnsucht vieler Verfolgter auf ein besseres Leben im Exil. Von den Auswandererhallen der HAPAG am Hafen Veddel emigrierten Millionen Menschen zwischen 1901 und 1939 nach Amerika. Der Reeder Albert Ballin hatte auf der Insel ein Heim für die überwiegend osteuropäischen Ausreisenden erbaut – ein freundliches Dorf mit Schlafpavillons, Lazarett, Verwaltung, einer Kirche und einer Synagoge. Sogar einen Konzertsaal gab es. Die alten Gebäude existieren nicht mehr. 2007 wurden BallinPark und -Stadt als Museumswelt nach ursprünglichem Vorbild völlig neu geschaffen.

Ballin Park 2
Freundliches Auswandererdorf

Wohnen im Moment
In dem puristisch anmutenden Park säumen großformatige Portraits der Auswanderer-Pioniere die Wege: Menschen am Kai, den Blick aufs Meer gerichtet, Frauen in langen dunklen Kleidern mit weißer Schürze, ein Baby im Arm - ein BallinPark-Bilderbuch entlang der sonnigen Allee bis zum Hafen. Ja, der Hafen! Vielbesungen, in Hoffnung getaucht. „Port of Hope“ nennt sich auch die Ausstellung in den drei gemütlich wirkenden Museumspavillons. Ein riesiger Schiffsbug begrüßt den Besucher. „N.Y.“ – New York – prangt es in großen Lettern von dem in Ehren ergrauten Office-Schalter.

Parkallee mit Auswandererportraits
Parkallee mit Auswandererportraits

Klobige Lederkoffer, Hut-Boxen, Karren: Requisiten des Lebens auf der Durchreise. Wie wohnte es sich wohl in dem hohen Schlafsaal mit den Eisenbetten? Ein spitzenbesetzter Seidenunterrock baumelt noch vom Bett in der nachgebauten Schiffskoje.

Barrierefrei: Meer unter Bäumen
Der Park spiegelt den transatlantischen Spannungsbogen des Museums wider: Europäische Platanen, amerikanischer Silberahorn - Alte und Neue Welt. Die Rasenfläche symbolisiert das Meer. Breite Kopfsteinpflasterwege streben bis zur Promenade, enden an den früheren Schiffsanlegestellen. Sie sind wie auch die barrierefreien Parkzugänge 2, 3, 4 für gehbehinderte Menschen und Rollstuhlfahrer bequem zu befahren. Lediglich am Anleger der Barkasse Maritime Circle Line 1 ist mit ca 20 % das Gefälle zu steil. Barrierefreie Toiletten sind in Haus 1 und 3 des eingeschossigen Museums vorhanden. Das moderne Konzept in nostalgischem Rahmen überzeugte schon während der Bauphase: BallinStadt errang beim History Award 2006 den 2. Platz. Ein Hochgenuss an warmen Sommernachmittagen: im Biergarten die kühle Inselbrise spüren und dem leisen Rauschen der Blätter lauschen: „Amerika! Amerika!“

BallinPark: Flaniermeile der Mutigen. Ob mit Rollator, Runner-Sneakers, Rollstuhl oder Rosenpumps. Ein Kompliment an alle zum Neustart fest Entschlossenen.
Text: U. Korb

  •  Barrierefreie Pavillions

    Barrierefreie Pavillions

  • Ballin Park

    Hafen des Neustarts

© TH
  • Gut nicht barrierefreier Zugang:
    Anleger der Barkasse Maritime Circle Line (ab Landungsbrücke 10) - 20% Steigung
    Gut barrierefreier Zugang:
    Veddeler Straße
    Gut barrierefreier Zugang:
    Veddeler Straße
    Gut barrierefreier Zugang:
    Packersweide / Veddeler Bogen
    Gut barrierefreie Toiletten