Alsterdorf – Idylle im Grünen mit hohem Erholungswert

Hamburg Alsterdorf RathenaustrasseAlsterdorf
Alsterdorf liegt an der namensgebenden Alster, die den Stadtteil von Nordost nach Südwest durchfließt. Im Uhrzeigersinn grenzt Alsterdorf im Osten an den Stadtteil Ohlsdorf, im Süden an Winterhude und Eppendorf, sowie im Westen an Groß Borstel.

Geschichte
Alsterdorf war ursprünglich ein kleines Handwerker- und Bauerndorf. Der älteste Hinweis auf den Ort findet sich in einer Urkunde aus dem Jahr 1219. 1860 erwarb der Pastor Heinrich Sengelmann ein Anwesen in dem kleinen Dorf, um dort ein Behindertenheim zu gründen. Damit legte er den Grundstein für die heutige Evangelische Stiftung Alsterdorf.Alsterdorfer St. Nicolaus Kirche Sie hat als einzige Hamburger Institution einen besonderen Versorgungsauftrag für Behinderte und ist mit ca. 3500 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber im Stadtteil. Mit dem Wegfall der "Anstaltsmauern" und der Umgestaltung des Krankenhausgeländes zum zentralen Treffpunkt des Stadtteils wurde ein wichtiger Schritt getan, um für Menschen mit Behinderungen ein möglichst normales Lebensumfeld zu ermöglichen. In den zwanziger und dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts wurden in Alsterdorf, in der heute unter Bestandsschutz stehenden Gartenstadt, schmucke Einzelhäuser im Hamburger Rotklinkerstil und entlang des Alsterufers repräsentative Villen gebaut. Die Villen in begehrter Lage finden sich vor allem an der Rathenau-, Insel- und Brabandstraße sowie an der Bebelallee.

Natur, Kultur und Sehenswertes
Ein Teil des Alsterwanderwegs führt durch Alsterdorf. Entlang des Flusses zeigt sich der Stadtteil von seiner schönsten Seite und man hat das Gefühl in einer grünen Oase inmitten der Großstadt zu sein. Bei drei künstlichen Inseln verzweigt sich hier die Alster in romantische Seitenkanäle. Der Flusslauf ist auf dem Gebiet von Alsterdorf kanalisiert. Die Pläne für die Uferanlagen, nach denen der Flusslauf 1914-28 umgestaltet wurde, stammen von dem berühmten Hamburger Baudirektor Fritz Schumacher.

Hamburg Alsterdorfer MarktBeim Alsterdorfer Markt, auf dem Gelände der Evangelischen Stiftung Alsterdorf, treffen sich Menschen mit und ohne Behinderung. Das weitläufige Krankenhausgelände mit seinen teilweise noch erhaltenen historischen Gebäuden, seinen alten Bäumen und der malerischen kleinen St. Nicolaus Kirche lädt zu einem Spaziergang ein. Dort findet sich auch die mit 21 Metern höchste Geländeerhebung Alsterdorfs. Oben auf der kleinen Anhöhe liegen ein paar Findlinge als Reste eines steinzeitlichen Hügelgrabs.

In der Alten Küche am Alsterdorfer Markt finden regelmäßig Kunst- und Kulturveranstaltungen statt. Das historische Gebäude, das mit seinem auffälligen Wasserturm das Klinikgelände überragt, ist so etwas wie das Wahrzeichen des Alsterdorfer Markts. Auf dem Marktgelände finden auch Veranstaltungen wie das Open Air Kino oder der Flohmarkt statt.

Das Alte Krematorium des Friedhofs Ohlsdorf an der Alsterdorfer Straße ist das älteste erhaltene Krematorium Deutschlands. In dem 1892 erbauten Gebäude ist heutzutage eine Schule untergebracht. Das Krematorium, das an ein verwunschenes Märchenschloss erinnert, verbindet romanische, byzantinische und barocke Stilelemente.

Einkaufen und Gastronomie
Die besten Einkaufsmöglichkeiten finden sich beim Alsterdorfer Markt. Neben einem vielfältigen Einzelhandelsangebot finden sich auch verschiedene Dienstleister. Außerdem gibt es dort zur Stiftung Alsterdorf gehörende Geschäfte: ein Buchantiquariat, ein karitativer Second Hand Shop und die Kunstgalerie Atelier Lichtzeichen.

Diverse Restaurants und Cafés sind ebenfalls hier angesiedelt. Ob leckeres Essen im Restaurant Kesselhaus oder ein kühles Eis im Eiscafé il Gelato, hier findet jeder etwas. Für den schnellen Hunger zwischendurch gibt es auch einen Dönerimbiss.

Barrierefreiheit
In Alsterdorf finden sich, wie überall in Hamburg, ein paar Steigungen. Am Alsterwanderweg gibt es direkt am Wasser einige Treppen und teilweise starkes Gefälle. Der Fußweg am Alsterlauf bei der Rathenaustraße, wo sich auch das alte Krematorium befindet, ist dagegen sehr eben. Zum Alsterdorfer Markt gelangt man mit der U1 bis zur Haltestelle Sengelmannstraße, die barrierefrei mit einem Lift ausgebaut ist. Beim Ausgang Evangelische Stiftung Alsterdorf/Heilholtkamp ist aber eine steile Rampe, die zur Straße hoch führt. Besser sieht es beim Ausgang zur City Nord aus, wo in Richtung Sengelmannstraße nur ein leichtes Gefälle zu bewältigen ist. Auf dem Klinikgelände sind einige Steigungen vorhanden. Bei den Gehwegen dort sind bei Straßenquerungen überall Absenkungen. Die Läden, Restaurants und Cafés dort sind alle barrierefrei. In dem Gebäude hinter dem Restaurant Kesselhaus befindet sich ein behindertengerechtes WC.