Dulsberg - Sozialer Backsteinbau

Hamburger Stadtteil Dulsberg - Schuhmacher Häuser
Der Teufel stand Pate

Der Stadtteil Dulsberg gehört zum Bezirk Hamburg-Nord. Begrenzt wird er durch die Stadtteile Barmbek-Nord, Barmbek-Süd, Eilbek und Wandsbek. Beliebt ist er bei jüngeren Leuten wegen der meist kleineren, doch bezahlbaren Wohnungen und der guten Verkehrsanbindung zur Hamburger Innenstadt. Der Name Dulsberg erinnert an eine Anhöhe, die Tollsberg (Teufelsberg) genannt wurde. Urkundlich erwähnt wurde die als Ackerland genutzte Liegenschaft erstmals im Jahre 1271.

Mit dem Ausbau des Osterbekkanals entstanden um 1910 am Alten Teichweg erste Industrieansiedlungen, darunter Hamburgs zweite Müllverbrennungsanlage, die jedoch 1939 wegen der extremen Geruchsbelästigung wieder geschlossen wurde. Die Wohnbebauung wurde in den 1920er Jahren vom Hamburger Oberbaudirektor und Architekten Fritz Schuhmacher als Neubausiedlung konzipiert. Es entstanden drei- bis viergeschossige Wohneinheiten, aufgelockert mit großen Grünflächen.

Hamburger Stadtteil Dulsberg - Franksche Häuser

Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Dulsberg nahezu völlig zerstört. Da viele Außenmauern der Wohnanlagen stehengeblieben waren und das Bebauungskonzept als vorbildlich galt, wurde fast unverändert wieder aufgebaut.

Dulsberg trainiert für Olympia

1988 entstand am Dulsbergbad der Olympiastützpunkt Hamburg/Schleswig-Holstein mit seinem Strömungskanal für Schwimmer. In der "Eliteschule des Sports" direkt in der Nähe, werden Talente aus der ganzen Bundesrepublik, teilweise auch in Internatsform, besonders gefördert.

Drei Straßen prägen das Bild von Dulsberg: in Ost-West-Richtung die Straßburger Straße sowie der Alte Teichweg und in Nord-Süd Richtung die vielbefahrene Nordschleswiger Straße. Der Straßburger Platz mit der Frohbotschaftskirche bildet das Zentrum von Dulsberg an dem auch ein Wochenmarkt stattfindet. Der Stadtteil leidet am massiven Rückgang von Einzelhandels- und Fachgeschäften. Die Konkurrenz der naheliegenden Einkaufszentren lässt einen wirtschaftlichen Betrieb kaum zu.

Der Stadtteilrat Dulsberg war einer der ersten in Hamburg. Er soll zur Verbesserung der Lebensqualität mitwirken und ohne seine Einbeziehung werden keine öffentlichen Maßnahmen durchgeführt. So entstand das Stadtteilkulturzentrum "Kulturhof Dulsberg" als zentraler Veranstaltungsort.


Hamburger Staddteil Dulsberg - Frohbotschftskirche
Barrierefreiheit? Jein

Barrierefrei zu erreichen ist der Dulsberg nicht wirklich gut. Der S-Bahnhof Friedrichsberg ist mit einem Fahrstuhl ausgestattet, die beiden U-Bahnhöfe Alter Teichweg und Straßburger Straße leider nicht. Wege und Anlagen sind für Rollstuhlfahrer grundsätzlich gut zu bewältigen. Aufgrund der größtenteils denkmalgeschützten Bauweise der 1920er Jahre ist der vorhandene Wohnraum nur in den seltensten Fällen behindertengerecht.