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Hoheluft - halb Eppendorf, halb Eimsbüttel

Die Hoheluft besteht heute aus zwei Stadtteilen. Verwaltungsmäßig sind es die Stadtteile Hoheluft-Ost im Bezirk Hamburg-Nord und Hoheluft-West im Bezirk Eimsbüttel. Die Hoheluftchaussee bildet die Grenze zwischen den beiden Stadtteilen. Erst 1939 wurde der Name Hoheluft als Stadtteilname eingeführt. Zuvor gehörte Hoheluft-West gemeinsam mit dem Stadtteil Hoheluft-Ost zum Stadtteil Eppendorf. Hoheluft-West wurde dann jedoch dem Bezirk Eimsbüttel zugeordnet. Auf eine Vergangenheit als eigenständiges Dorf kann Hoheluft somit nicht zurückblicken.

Villa in Hoheluft (Hamburg)
Begehrtes Wohnen

Heute gehören die beiden Stadtteile zu den angesagtesten Wohngegenden Hamburgs, da ein Großteil der Vorkriegsarchitektur erhalten geblieben ist. Geräumige Jugendstilhäuser mit reichen Stuckverzierungen und alte Linden-, Platanen und Kastanienbäume prägen die Straßenzüge Hohelufts. Auch die modernen, vor ein paar Jahren erst errichteten, Neubauten auf dem Gelände der ehemaligen Fahrzeugwerkstätte Falkenried am Straßenbahnring sind sehr beliebt.

Den geschäftigen Lebensmittelpunkt bilden die Hoheluftchaussee mit ihren Geschäften, Supermärkten und kleinen Lädchen, sowie der Eppendorfer Weg mit vielen Restaurants und Straßencafe´s, die zum Verweilen einladen. Auch der nahe Wochenmarkt in der Isestraße, der Größte und vor allem der Längste in ganz Deutschland, im benachbarten Stadtteil Harvestehude macht die Hoheluft als Wohnort noch attraktiver. Darüber hinaus ist man mit den öffentlichen Nahverkehrsmitteln in ca. 15 Minuten in der Innenstadt.

Bauweise in Falkenried - Hoheluft (Hamburg)
Der verkannte Stadtteil

Obwohl die beiden Stadtteile die Kleinsten in Hamburg sind, so haben sie doch einiges zu bieten, z.B. das größte Gassenviertel in der berühmten Hamburger Terrassenbauweise, die sogenannten "Falkenried-Terrassen" oder das älteste Fußballstadion in Hamburg, das Stadion des SC Victoria, in welchem das erste Länderspiel in Hamburg stattfand. In Hoheluft befand sich auch die größte Wagenbauanstalt Hamburgs, die "Fahrzeugwerkstätte Falkenried", in dem die ersten Fahrzeuge der Hamburger Hochbahn gebaut wurden. Das ehemalige "Onkel Pö" am Lehmweg, Ecke Eppendorfer Weg ist vielen noch bekannt, wo Showgrößen wie Udo Lindenberg, Otto Waalkes und Mike Krüger ihre ersten Erfolge feierten. Internationale Stars, wie Helen Schneider und Al Jarreau begannen sogar hier ihre Musikkarriere. Auch die Firma Beiersdorf mit der weltbekannten Marke "Nivea" hat seit Firmengründung noch heute im Stadtteil Hoheluft in der Unnastraße ihren Hauptsitz. Die Fernsehserie "Dittsche - das wirklich wahre Leben", mit dem Komiker Olli Dittrich in der Hauptrolle, wird bis heute in der "Eppendorfer Grillstation" am Eppendorfer Weg (Hoheluft-West) gedreht.

Zigarettenfabrik in Hoheluft (Hamburg)
Der sogenannte "Geisterspielplatz" im Hinterhof der Gärtnerstraße 23, gleich neben einer ehemaligen Zigarettenfabrik, ist ebenfalls sehenswert. Er heißt so, weil einige Spielgeräte mit Geistermasken verziert wurden. Man findet dort auch noch die letzen Schienen der ehemaligen Hamburger Straßenbahn, denn vormals gab es hier ein Straßenbahndepot. Nach einem Brand in den 1960er Jahren blieb nur noch die Portalfassade der Depothalle stehen. Jeden Sommer steigt auf dem Spielplatz ein großes Sommerfest, veranstaltet vom Quartierverein. Ein weiterer Anlaufpunkt in Hoheluft ist die Kaffeerösterei Burg im Eppendorfer Weg (Hoheluft-Ost). Hier kann man seine individuelle Kaffeemischung rösten lassen. Am Isebekufer befindet sich das Theaterschiff "Zeppelin" (Hoheluftschiff), das speziell Vorführungen für Kinder veranstalten. Auch eine Kinder- und Jugendtheaterschule residiert an diesem Ort.

Entspannung findet man in Hoheluft am Isebekkanal. Der Mansteinpark gegenüber vom Kaiser-Friedrich-Ufer gelegen und die Parkanlage am Lehmweg mit seinen Parkbänken und dem kleine Cafe´ im ehemaligen Klohäuschen laden zum Verweilen ein. Darüber hinaus hat das "Meridian Spa" in der Quickbornstraße ein vielfältiges Fitness- und Wellness-Programm für den zahlenden Kunden im Angebot.

Hoheluft und die "Barrierefreiheit"

Hoheluft ist hinsichtlich der Barrierefreiheit noch als Entwicklungsgebiet zu bezeichnen. Nebenstraßen mit Kopfsteinpflasterung und schmalen Gehwegen lassen den Stadtteil oft zum Hindernis-Parcours werden. Auch die zumeist durch rücksichtslose Autofahrer zugeparkten Gehwege und die an Zäunen und Mauern abgestellten Fahrräder sind ein ärgernis für Rollstuhlfahrer und für Leute, die mit dem Kinderwagen unterwegs sind. Die Hauptstraßen sind dagegen fast komplett mit abgesenkten Bürgersteigen versehen. Auch der Eppendorfer Weg mit seinen vielen Straßencafe´s und Restaurants engen im Sommer mit ihren Tischen, Stühlen und Sonnenschirmen die Bürgersteige unverhältnismäßig ein. Der schmale Gehweg auf der westlichen Straßenseite der Hoheluftchaussee, die der Fußgänger mit den Fahrradfahrern (Fahrradweg) teilen muss, gilt als nur bedingt barrierefrei.

Die Stationen der einzigen U-Bahnlinie (U3), die den Stadtteil tangiert, sind alle nicht barrierefrei und nur mit Rolltreppen ausgestattet (Hoheluftbrücke, Eppendorfer Baum). Barrierefreie Verkehrsmittel in Hoheluft sind ausschließlich die den Stadtteil erschließenden Busse: