Damit Sie in Ruhe Ihren Geschäften nachgehen können

Frau Möller an der langen ReiheKeiner redet gern drüber und doch es beschäftigt uns alle: Die Not mit der Notdurft. Wohin, wenn es pressiert? Wo gibt es die nächste Toilette und ist die überhaupt offen? Gibt es die auch in barrierefrei und ist sie wenigstens einigermaßen sauber? Und muss ich womöglich auch noch Geld bereithalten?

Was auf einem Waldspaziergang  noch immer irgendwie zu handhaben ist, wird in Hamburg zu einem echten Problem. Die Ausweichmöglichkeiten in einer Großstadt sind naturgemäß gering – und darüber hinaus auch noch verboten. Deshalb gibt es nur eine Lösung: Man muss wissen, wo Toiletten zu finden sind – und zwar zuverlässig und immer.

Bei Barrierefreies Hamburg e.V. hat sich deshalb ein engagiertes Team rund um Rosemarie Grabbe des Themas angenommen. Bereits seit 2006 werden alle öffentlichen Toiletten – oder Behörden sprachlich korrekt ausgedrückt Bedürfnisanstalten – besucht, katalogisiert und kategorisiert. In 104 Stadtteilen wurden so über 300 Toilettenanlagen zusammengetragen.

Bewaffnet mit einer HVV Fahrkarte, Fotoapparat und Euroschlüssel ist Rosemarie Grabbe täglich auf Toilettenstreife. Dreht sich der Euroschlüssel ohne Probleme im Schloss der vollautomatischen Toilettenanlage, sind auch der Innenraum und die Türtechnik ohne Beanstandung, dann kommt ein Haken auf dem Erfassungsbogen. Wunderbar – aber leider ist das keinesfalls immer so und damit selbstverständlich. Ob in Bahnhöfen oder Behörden, in Einkaufszentren, öffentlichen Einrichtungen oder Grünanlagen, unser Team ist überall unterwegs.  Ob halb- und vollautomatische Toilettenanlagen, der WC-Scout  hält die Augen offen und pflegt dabei den Kontakt zu den WC-Betreibern ebenso wie zu den oft von den Nutzern gern übersehenen und doch so unermüdlich schaffenden Toilettenfrauen und -Männern – immer freundlich im Ton und engagiert für die gute Sache.

Mit Hilfe des EDV-Teams stehen diese Daten dann tagesaktuell allen Nutzen der Internet Seite von Barrierefreies Hamburg e.V. zur Verfügung.  Mit Adresse, Geodaten und einer genauen Beschreibung der Ausstattung. Für jeden, der in Hamburg muss, ein Muss.