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Alter Friedhof Harburg

25. April 2018

Zu sehen sind drei moosbewachsene Grabsteine mit sehr grober, geriffelter Oberfläche. Im Hintergrund ist ein befestigter Kies- Sandweg und zwei hölzernen Sitzbänken mit Lehne. Im Hintergrund eine Wiese mit einzelnen Bäumen

Alte Grabsteine und hölzerne Sitzbänke mit Lehne


Gepflegte Grünflächen und beeindruckende Grabmale
Zu sehen ist ein älteres Grabmal in der Art eines kleinen Mausoleums auf einer Wiese, vor Büschen. Das Grab ist ein etwa mannshoher, eckiger Bau mit rundem Dach. Der Eingang besteht aus einem oben abgerundeten Bereich. An den vier Eckpunkten steht jeweils eine Säule

Altes Grabmal im Nordwesten

Die Parkanlage „Alter Friedhof Harburg“ hat eine lange Geschichte, die man der Anlage noch heute ansieht. Seit dem 20. August 1828 (Einweihung als Friedhof) wird dieses Gelände als letzte Ruhestätte genutzt. Zwar wurde der Friedhofsbetrieb ab 1937 offiziell eingestellt, es fanden jedoch noch bis circa 1967-1969 Beisetzungen statt.

Noch heute befinden sich viele alte imposante Grabstätten auf dem Gelände, die mehr als nur eines Blickes wert sind. Um diese kümmert sich seit 2006 ein Verein zur Pflege des Alten Friedhofs und zur Erhaltung wertvoller Grabmale mit Pflegemaßnahmen.

Beispiel eines Weges im Park "Alter Harburger Friedhof" in Hamburg. Die Wegeoberfläche besteht aus einem befestigten Kies- Sandgemisch, die Oberfläche ist eben. Rechts und links ist eine Wiese mit einzelnen Büschen

Gehweg – Beispiel


Unter anderem findet man dort noch die Gräber von folgenden Hamburger Persönlichkeiten:

  • Johann Heinrich Blohm (1799-1855) – Hamburger Wasserbaudirektor und Ehrenbürger der Stadt
  • Louis Hoff (1850–1916) – ehemaliger Geschäftsführer der Phoenix AG
  • Wilhelm Hastedt (1835–1904) – Brauereibesitzer und Reichstagsabgeordneter
  • Carl Noellner (1808–1877) – Chemiker
  • Johann Friedrich Thörl (1820–1886) – Senator und Unternehmer
  • Heinrich David Denicke (1856–1943) – Oberbürgermeister Harburgs
  • August Grumbrecht (1811–1883) – Oberbürgermeister Harburgs

Barrierefreiheit
Bezüglich der Barrierefreiheit muss erwähnt werden, dass die Parkanlage selbst für beeinträchtige Besucher zwar gut zu begehen und sogar mit dem Rollstuhl befahrbar ist, aber die Zugänge zum Park, je nach Beeinträchtigung, nur mit Mühe und nicht ohne Hilfe zu bewältigen sind.


Nicht bzw. eingeschränkt barrierefrei sind die Eingänge aus Richtung Bremer Straße: sie weisen einige Meter nach dem Zugang eine steile Treppe(1) bzw. steil ansteigende Rampen(2) auf.
Ähnlich sind die Eingänge der Maretstraße zu bewerten: steile Rampen mit Treppen(3),(6) bzw. überwiegend steile Treppen(4),(5).

Der einzige barrierefreie Zugang liegt im Süden in der Baererstraße, Einmündung Harmsstraße(7). Hier liegt der Friedhof auf einem Plateau. Von dort gehen auch innerhalb des Parks entlang der Friedhofsmauer ostseitig steile Treppen(I) und (III) bis (VII) hinunter nach Norden zur Bremer Straße und zur Maretstraße(3), (4), (5), (6) sowie westseitig steile Serpentinen(II), (VIII), (IX), (X) zur Bremer Straße.

Zu sehen ist eine Treppe mit je zweimal etwa 11 Stufen, an diese schließt sich ein Weg mit kleinteiligem Kopfsteinpflaster an. Rechts und links des Weges befindet sich eine Wiese mit einzelnen Büschen und Bäumen

Treppen am Zugang (1) an der Bremer Straße mit je zweimal etwa 11 Stufen

Weitere Mobilitätshinweise
Die Parkanlage kann über 7 Zugänge (siehe Karte) betreten werden. Zwei bedingt barrierefreie Zugänge befinden sich in der Bremer Straße gegenüber der Einmündung Knoopstraße. Hier erfolgt der Zugang über eine Treppe mit beidseitigem Handlauf(1) oder über eine steile Rampe(2).
Ein weiterer Zugang befindet sich in der Bremer Straße an der Einmündung Maretstraße (3). Hier gelangt man über eine steile Rampe mit einseitigem Handlauf in den Park.
In der Maretstraße erfolgen nicht barrierefreie Zugänge über Treppen bzw. Rampen. Eine Treppe befindet sich in Höhe Maretstraße 5(4) und eine weitere an der Einmündung Bunatwiete(5), zudem führt in Höhe Maretstraße 41 eine Treppe mit seitlicher Rampe (einseitiger Handlauf) und im weiteren Verlauf ein relativ steiler Weg zum Friedhof(6).
In der Baererstraße befinden sich zwei Zugänge über Rampen: gegenüber der Hausnummer 45(7) liegt der Zugang zur Spielstraße im Vorfeld des eigentlichen barrierefreien Friedhofeingangs, der sich an der Einmündung Harmsstraße befindet(7).
Der Süden des Friedhofs ab Eingang an der Baererstraße, Einmündung Harmsstraße(7) liegt auf einem Plateau. Von dort gehen, auch innerhalb des Parks entlang der Friedhofsmauer, ostseitig steile Treppen(I) und (III) bis (VII) hinunter nach Norden zur Bremer Straße und zur Maretstraße(3), (4), (5), (6) sowie westseitig steile Serpentinen(II), (VIII), (IX) und (X) zur Bremer Straße.
Es wird daher für Rollstuhlfahrer unbedingt eine Begleitperson empfohlen.
Zu sehen ist eine Rasenfläche, auf dieser befindet sich eine Skulptur mit einer an einer Urne zusammengekauert sitzenden, trauernden Person. Auf der Wiese befinden sich einige vereinzelte Laubbäume. An dieser Wiese führt ein befestigter, leicht gebogener Sand- Kiesweg entlang

Wiese mit Skulptur: trauernde Person kauert an einer Urne


Fazit
Der Park „Alter Friedhof Harburg“ ist ein lohnendes Ziel für alle, die Gedenkstätten, kunstvollen Grabmälern und Mausoleen etwas abgewinnen können. Hier ist es- vor allem für Rollstuhlfahrer- eine Überlegung wert, die Anlagen mit einem Begleiter, der die wenigen Hindernisse zu überbrücken hilft, zu besuchen.
Text und Fotos: GH

Auf einen Blick

Alter Friedhof Harburg
21073 Hamburg
Visualisierung der örtlichen Lage innerhalb Hamburgs
Übersichtsplan von Alter Friedhof Harburg(1) und (2) Bedingt barrierefreie Zugänge Bremer Straße gegenüber Einmündung Knoopstraße (1: Treppe mit 2x etwa 11 Stufen und beidseitigem Handlauf. 2: Steile Rampe); (3) Bedingt barrierefreier Zugang Bremer Straße an der Einmündung Maretstraße (steile Rampe mit einseitigem Handlauf); (4) Nicht barrierefreier Zugang Maretstraße 5 (Treppe); (5) Nicht barrierefreier Zugang Maretstraße an der Einmündung Bunatwiete (Treppe); (6) Nicht barrierefreier Zugang Maretstraße 41 (Treppe mit seitlicher Rampe mit einseitigem Handlauf, im weiteren Verlauf ein relativ steiler Weg); (7) Barrierefreier Zugang Baererstraße 45 zur Spielstraße, dort weiter an Einmündung Harmsstraße; (I) bis (X): Treppen und Serpentinen

Lage
Zwischen Bremer Straße, Maretstraße und Baererstraße
Fläche 5.8 Hektar
Spielplätze 0

Barrierefreiheit

Toiletten 0
Sitzgelegenheiten Ausreichend vorhanden
Mobilität
Eingeschränkt, insbesondere durch Treppen und steile Rampen. Rollstuhlnutzer sollten hier unbedingt in Begleitung einer Hilfsperson unterwegs sein. Genaueres im Artikeltext.

Barrierefreie Anfahrt per ÖPNV

Mögliche aktuelle Einschränkungen:
Haltestelle Knoopstraße, Bremer Straße (Stadtbusse 144, 145, 152, 245, 340, 345 sowie Nachtbus 644)
Haltestelle Harburg Rathaus (S3, S31, Stadtbusse 141, 142, 143, 144, 145, 146, 152, 154, 157, 245, 340, 345, 443 und 543, Metrobus 14 sowie Nachtbusse 641, 642 und 644)