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Barenbleek Park

17. April 2018

Der Charme im Hochwasserschutz
Sattgrüne Rasen auf sanften Hügeln, geschwungene Wege, von kleinen Bächen begleitet. Tulpen kuscheln sich an weißblühende Rispenbüsche: das Bild einer südenglischen Parklandschaft. Das Pünktchen Natur „Am Luisenhof“ nahe der U1-Haltestelle Farmsen ist aber gar kein Park, sondern ein Grüngürtel am Hochwasserrückhaltebecken Barenbleek.
Dieses wird den Fluss Osterbek zähmen, falls er über die Ufer tritt, und kann sogar stadtgestresste SMS– Süchtige in ruhige Bahnen lenken.

Zu sehen ist ein leicht nach rechts abknickender befestigter Sandweg. Rechts davon eine Wiese mit einzelnen Laubbäumen und vereinzelten Blumen in Blüte

Zartes Grün „Am Luisenhof“


Kaprizen an Birken
Barenbleeks Auen reichen vom Luisenhof bis zum Berberweg an der ehemaligen Trabrennbahn Farmsen, dem Reitsportmekka der 20er Jahre. Am Berberweg befindet sich der südliche Eingang zu der langgestreckten Grünfläche. Das Erlen- und Birkenwäldchen am rechten Ufer erinnert in seiner silbrigen Melancholie an die russische Taiga, Kulisse in Alexander Puschkins Drama „Eugen Onegin“. Moorbegeisterte finden hier ihre Outdoor- Parcours- Strecke.
Zu sehen ist eine Wasseroberfläche, im Vordergrund ragt ein Ast mit einigen kahlen Zweigen ins Bild

Sommernachtstraum


Elfen am Eenstock
Blauhelles Wasser, herabhängende Zweige, eine sonnenwarme Wiese: das heitere Uferszenario drüben am Eenstock scheint geradewegs aus Shakespeares „Sommernachtstraum“ entsprungen. Schweben da nicht Titania und Oberon, das Elfenkönigspaar, umher? Richtig: Grundschule Eenstock hat gerade Unterricht im Fach: „Komische Gestalten – Elfen, Feen und andere Wesen“. Waldkobold Puck hat schon wieder die falschen Liebespaare zusammengebracht, Millionen Mücken übers Moor gestreut und die Holzplanke aus der kleinen Brücke am Luisenhof gebrochen. Vorsicht: die Lücke im Gebälk ist provisorisch mit einer Betonplatte abgedeckt, die in den Weg hineinragt.
Zu sehen ist ein kleiner Wasserlauf mit offenbar eingebrochener Staustufe

Flüsschen mit Sperre


Barrierefrei: Ferien in Farmsen
Der verzauberte Hain in Barenbleek will sein Geheimnis für sich behalten: „Nicht ansprechen!“ schnattern die Enten, wenn ein forscher Free- Climber zum Smalltalk dicht ans Wasser hinabsteigt. Rollstuhlfahrer können den Lehmweg am rechten Ufer von der Straße „Am Luisenhof“(2) ansteuern, allerdings müssten sie den gleichen Weg auch wieder zurück nehmen, denn am Eingang Berberweg(4) sind die Holzabsperrungen zu schmal (gilt auch für (1)). Den breiten Sandweg am Eenstock bzw. Berberweg links(3) können sie ebenfalls über den barrierefreien Eingang „Am Luisenhof“ sowie durch die anliegenden Kleingärten erreichen: entweder über Haldesdorfer Straße, Ecke Steilshooper Allee (Metrobuslinie 26 Kellinghusenstr.) oder über drei Eingänge am Tegelweg (jeweils an Stadtbushaltestellen der Linie 167, Bahnhof Tonndorf).
Impression aus dem Barenbleek - Park in Hamburg Farmsen-Berne. Zu sehen ist eine Wiese, rechts einige Büsche, im Hintergrund einige blattlose Bäume

Blick der Natur


Zu sehen ist ein Spielplatz auf einer Wiese mit einzelnen Spielgeräten. Rechts eine Reifenschaukel, links ein Spielhäuschen, dazwischen Balanzierstangen. Im Hintergrund stehen einige Laubbäume

Kinderland

Leider ist der Weg von U-Bahn Trabrennbahn über Traberweg wegen hoher Bordsteinkanten für Rollstuhlfahrer nicht geeignet. Aus dem gleichen Grund ist am Berberweg ein kurzes Stück über die Straße zurückzulegen. In den Gärten hingegen, auf grasumsäumten Sandwegen, können sich Rollstuhlfahrer stundenlang ungestört bewegen. Die Zeit scheint stillzustehen: Patchwork- Häuschen betrachten, Musik hören, träumen: Ferien in Farmsen.
Barenbleek: Theater am Wasserventil – mit Fischen, Fabeln und barrierefreien Garten-Nischen.
Text: U. Korb. Fotos: Armin Hitzker

Auf einen Blick

Barenbleek - Park
22179 Hamburg
Visualisierung der örtlichen Lage innerhalb Hamburgs
Übersichtsplan von Barenbleek - Park(1) Nicht Barrierefreier Zugang Am Luisenhof (hinter dem Fluss Osterbek: Holzabsperrungen zu schmal für Rollstuhlfahrer); (2) Barrierefreier Zugang Am Luisenhof (vor der Osterbek, von der U-Bahn- Haltestelle Farmen aus gesehen); (3) Barrierefreier Zugang Berberweg (linkes Ufer am Eenstock); (4) Nicht barrierefreier Zugang Berberweg (Holzabsperrungen zu schmal für Rollstuhlfahrer)

Lage
Zwischen Am Luisenhof (U-Bahn Farmsen) und Berberweg
Fläche 0 Hektar
Spielplätze 0

Barrierefreiheit

Toiletten 0
Sitzgelegenheiten In den Kleingärten
Mobilität
Eingeschränkt: Hohe Bordsteinkanten am Traberweg, daher kein Zugang U-Bahn Trabrennbahn, Absperrungen bei nicht barrierefreien Eingängen zu schmal für Rollstühle, Lehmweg am rechten Ufer

Barrierefreie Anfahrt per ÖPNV

Haltestelle Farmsen (U1, Stadtbusse 167, 168, 171 und 368, Metrobusse 26 und 27 sowie Nachtbus 617)
Haltestelle Tegelweg (Stadtbus 167 und Metrobus 26)