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Barmbek

7. März 2018

Vom Dorf zur Vorstadt: Stadtteil der Gegensätze
Einstöckiges, langes Gebäude in Hamburg Barmbek mit einem seitlichen TurmBarmbek gehört zum Bezirk Hamburg-Nord, namensgebend für den Stadtteil war der Bach Barnebeke, die heutige Osterbek. Bis in die 1860er Jahre war Barmbeck ein Dorf mit bewirtschafteten Höfen, 1894 wurde es von Hamburg eingemeindet, 1946 in Barmbek umbenannt und 1951 in Barmbek-Nord und -Süd geteilt. Durch die guten Verbindungen in die Innenstadt, die unmittelbare Nähe zum Stadtpark und teils vorzügliche Einkaufsmöglichkeiten ist Barmbek sehr beliebt.

Osterbek-Kanal, ein Kanalzufluß zur Außenalster. Zu sehen ist ein Kanal sowie eine Brücke, unter der Brücke fährt ein Schiff der Alstertouristik ("Weiße Flotte") über den Kanal

Osterbek-Kanal, ein Zufluß zum nördöstlichen Teil der Außenalster, mit Schiff der „Weißen Flotte“ (Alstertouristik)

Berüchtigte Bürger wie der Lord von Barmbeck hatten hier ebenso ihre Heimat wie berühmte, darunter Helmut Schmidt, Angela Merkel, Ralph Giordano und Andreas Brehme. Die Errichtung der Hamburger Speicherstadt 1883 sowie der Ausbau des Freihafens und der damit erforderlichen Zwangsumsiedlung von ca. 20.000 Menschen bescherte Barmbek die Wandlung zur Vorstadt. Mit der Ansiedlung von Industrie entlang des Osterbekkanals und dem massiven Wohnungsbau unter Fritz Schuhmacher in den 1920er Jahren erhielt Barmbek-Nord seinen Ruf als Arbeiterstadtteil und das Erscheinungsbild wurde durch die vorwiegend erstellten Backsteinbauten geprägt.

Bartholomäus-Therme in Hamburg Barmbek. Zu sehen ist ein einstöckiges Gebäude mit Spitzdach an einer Straßenecke mit Fenstern, welche oben halbkreisförmig sind

Bartholomäus-Therme in der Bartholomäusstraße 95

In Barmbek-Süd entstanden enge Hinterhäuser und Mietskasernen, ebenfalls vorwiegend von Arbeitern bewohnt. Die bei älteren Barmbekern noch häufig verbreitete Bezeichnung „Barmbek Basch“, das sogenannte freche, rüpelhafte, vorlaute Barmbek weist auf die Menschen hin, die durch dieses Milieu geprägt wurden.

Verwandlung nach dem Krieg
In den Bombennächten 1943 wurde fast 90% der Bausubstanz zerstört oder war nicht mehr nutzbar. Der Wiederaufbau Barmbek-Nords erfolgte nach dem bewährten städtebaulichen Konzept Schuhmachers, Barmbek-Süds Gesicht wandelte sich beim Wiederaufbau in den 1950er Jahren vollständig.
Um diesen Tendenzen entgegenzuwirken gehört Barmbek-Nord in Sachen Wohnungs­politik zu den aktivsten Regionen. Bestehender Wohnraum wird umgebaut sowie energetisch saniert und es entstehen Neubau­projekte mit so klingenden Namen wie Quartier21, Parklane, Loft31 und Waterfront. Die Hauptstraße des Stadtteils, die „Fuhle“ (Fuhlsbüttler Straße), wurde umfänglich umgestaltet.

Mundsburg Türme in Hamburg Barmbek. Ein Gebäudeensemble aus drei rund 20-stöckigen Hochhäusern

Mundsburg Türme an der Hamburger Straße. Zwei je 29 Etagen hohe Wohngebäude (mit 101m eines der höchsten Deutschlands) sowie ein 22- stöckiger Bürobau (90 Meter hoch). Im unteren Teil das Einkaufszentrum „Mundsburg- Center“ bzw. „Hamburger Meile“

Barmbek-Süd wird von den weithin sichtbaren Hochhäusern des Mundsburg-Centers dominiert, die mit dem beliebten Einkaufs­zentrum in der Hamburger Straße, der Hamburger Meile, eine Einheit bilden. Das ehemalige Gaswerk ist dem Bürokomplex der Alster City gewichen und viele der erhalten gebliebenen Häuser aus der Gründerzeit werden zurzeit aufwendig renoviert. Kulturell gibt es kein Nord-Süd-Gefälle.
In Barmbek-Nords Bürgerhaus finden neben den Treffen verschiedener Vereine, Foren und Gremien regelmäßig musikalische und weitere Veranstaltungen statt. Das Kulturzentrum Zinnschmelze als Teil des Museums der Arbeit auf dem Gelände der ehemaligen „New-York Hamburger Gummi- Waaren Compagnie“ bietet neben künstlerischen Darbietungen ein Café an. Als Stadtteil- und Kulturzentrum im Südteil versteht sich die „Barmbek Basch“ genannte Einrichtung mit einem vielfältigen Programm. In der 2004 geschlossenen, trutzigen Bugenhagenkirche hat sich die Kultur Bühne Bugenhagen etabliert und das Theater an der Marschnerstraße empfiehlt sich als größte Amateurbühne der Stadt.

Eine Dampfspeicherlok von 1950 in Hamburg Barmbek in leuchtendem Blau-Rot, im Hintergrund eine Eisenbahnbogenbrücke

Alte Dampfspeicherlok von 1950 am Kreisverkehr Wiesendamm, Fuhlsbüttler Straße

Barrierefreies Barmbek
Verkehrstechnisch ist Barmbek-Nord mit dem gleichnamigen U-/S-Bahnhof, dem U-Bahnhof Habichtstraße und den S-Bahnhöfen Alte Wöhr und Rübenkamp, sowie etlichen Buslinien hervorragend erschlossen und kann zumeist barrierefrei erkundet werden. Bis auf den U-Bahnhof Habichtstraße sind die Bahnhöfe mit Fahrstühlen ausgestattet.

Durch die U3 mit den Bahnhöfen Dehnhaide und Hamburger Straße, beide mit Fahrstühlen ausgerüstet, sowie diversen Buslinien ist Barmbek-Süd hervorragend zu erreichen, der ganze Stadtteil ist bis auf wenige Ausnahmen für Rollstuhlfahrer zu bewältigen.

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Auf einen Blick

Fläche 7 km2
Einwohner Etwa 72890
Einwohner / km2 10413
Barrierefreie Toiletten 3
Postleitzahlen 22081, 22083, 22085, 22297, 22303, 22305, 22307, 22309
Visualisierung der örtlichen Lage innerhalb Hamburgs

Kunst und Kultur, Sehenswürdigkeiten, Besonderes

Theater
Theater an der Marschnerstraße
Museen
Museum der Arbeit
Sehenswürdigkeiten
Bürgerhaus in Barmbek, Barmbek, Basch, Bugenhagenkirche, Alstercity, Zinnschmelze

Barrierefreier ÖPNV

U-Bahn- Anbindung
Bahnhof Barmbek (U3). Dort Umstiegsmöglichkeit in S1, S11, Stadtbusse 166, 171, 172, 173, 177, 213, 261, 277 sowie Metrobusse 7 und 23 und Nachtbusse 600, 607 und 617.

Bahnhof Dehnheide (U1). Dort Umstiegsmöglichkeit in Stadtbus 171, Schnellbus 37 sowie Nachtbus 607.

Bahnhof Hamburger Straße (U1). Dort Umstiegsmöglichkeit in Stadtbus 261, Schnellbus 37 sowie Nachtbus 607.
S-Bahn- Anbindung
Bahnhof Barmbek (S1, S11). Dort Umstiegsmöglichkeit in: Siehe bei U-Bahn.

Bahnhof Alte Wöhr, Stadtpark (S1, S11). Dort Umstiegsmöglichkeit in Metrobus 23.

Bahnhof Rübenkamp, City Nord (S1, S11). Dort Umstiegsmöglichkeit in Stadtbus 118 sowie Metrobusse 20 und 26.
Metrobus- Anbindung
7 (U-/S-Barmbek <> Borchertring),
20 (Bhf. Altona <> S-Rübenkamp),
23 U-Niendorf Markt <> U-Billstedt),
25 (Bhf.Altona <> Sachsenstraße),
26 (U-Kellinghusenstraße/ U-Alsterdorf <> Bhf. Rahlstedt, Amtsstraße)
Stadtbus- Anbindung
118 (U-Fuhlsbüttel/ U-Sengelmannstraße <> U-Wandsbek Gartenstadt),
166 (U-/S-Barmbek <> U-Wandsbek Gartenstadt),
171 (U-/S-Barmbek <> Thomas- Mann- Straße),
172 (Mundsburger Brücke <> Im Grünen Grunde/ Lentersweg),
173 (Mundsburger Brücke/ Am Stühm, Süd <> Bramfelder Dorfplatz, Heukoppel),
177 (U-/S-Barmbek <> Bramfelder See),
213 (U-/S-Barmbek <> U-Billstedt),
261 (Böcklerstraße/ U-/S-Barmbek <> U-/S-Berliner Tor, Bürgerweide),
277 (U-/S-Barmbek <> U-Berne, Berner Heerweg)
Schnellbus- Anbindung
37 (Schenefeld, Schenefelder Platz <> Hauptbahnhof, ZOB/ Bramfelder Dorfplatz)
Nachtbus- Anbindung
607 (S-Reeperbahn <> S-Poppenbüttel, Wentzelplatz)