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Bergstedt

22. Januar 2018

Die Kirche wird im Dorf gelassen

Außenaufnahme eines Bauernhofs im Hamburger Stadtteil Bergstedt

Bauernhof in Bergstedt

Bergstedt entstand ursprünglich – neben anderen Stadtteilen in dieser Region – im dichten Wald, weshalb es zu den Walddörfer Stadtteilen gezählt wird. Die Betonung liegt aber nicht nur auf Wald, sondern vor allem auch auf Dorf, denn die Atmosphäre ist wegen der stark landschaftlichen Prägung ungeheuer dörflich. Unter anderem findet man dort mehrere große Bauernhöfe, Felder, Pferdekoppeln, die alte Mühle, eine über 700 Jahre alte Kirche und eine originale Waldorfschule, an der nach der Pädagogik des Anthroposophen Rudolf Steiner unterrichtet wird.
Seit 1248 existiert das nördliche Dörfchen Bergstedt, hieß damals aber noch Bericstede, zurückgehend auf den sächsischen Ortsgründer Beric. Die Bezeichnung Bergstedt geht also – im Gegensatz zum Stadtteil Bergedorf – nicht auf einen landschaftlichen Berg oder Berge zurück. Tatsächlich ist Bergstedt nahezu vollkommen bergfrei.

Dorf mit Kultur
In der Begegnungsstätte Bergstedt e.V. wird durchschnittlich weit über 1.000 Besuchern in der Woche ein abwechslungsreiches Kultur-, Bildungs- und Freizeitangebot geboten. Mehr erfahren Sie auf der Homepage begegnungsstaette-bergstedt.de.

Außenansicht der Bergstedter Kirche

Bergstedter Kirche

Als eines der ältesten Kirchengebäude Hamburgs verfügt die Bergstedter Kirche über sehenswerte Kunstwerke. Der Innenraum ist im Stil des 17. Jahrhunderts gehalten und mit vielen Originalen versehen. Aus der gleichen Epoche stammen die Deckenmalereien, Emporen, ein Kruzifix, ein Taufengel, ein Epitaph, einige Bibeln, ein Altarleuchter, eine Orgel und vieles mehr, was zu einer Zeitreise einlädt.

Reitstall Bohnhoff: Hier kann man von erfahrenen Trainern das Reiten erlernen. Das Naturschutzgebiet Hainesch/ Iland bietet zudem wundervolle Ausrittmöglichkeiten.

Dörfliche Barrieren

Foto vom Volksdorfer Damm im Hamburger Stadtteil Bergstedt

Kopfsteinpflaster im Volksdorfer Damm

Auch wenn Bergstedt nahezu vollkommen bergfrei ist, kann man bedauerlicherweise keine Barrierefreiheit aussprechen. Die alten Kopfsteinpflaster und die vielen Kantsteine am Bergstedter Markt sowie die dezentrale Lage und der spärliche öffentliche Busverkehr sind für Rollstuhlfahrer zwar zu bewältigen, aber selbstverständlich nicht optimal.

Foto einer Pferdekoppel im Hamburger Stadtteil Bergstedt

Pferdekoppel

Eine Ausnahme bilden die flachen und akkuraten Wanderwege rund um das Timmermoor, gut zu erreichen vom Immenhorstweg (Bushaltestelle Iland, Linie 174). Von diesen Wegen aus ist es möglich, eine teils waldige und teils bewirtschaftete Landschaft zu bewundern. Nach Osten geht diese Landschaft übrigens mehr oder weniger direkt in das Naturschutzgebiet Hainesch/ Iland über, welches an der Grenze zwischen Bergstedt und Sasel liegt.
Dieses Naturschutzgebiet ist für Rollstuhlfahrer aufgrund von diversen Anhöhen und oft unebenen Wegen leider ungeeignet. Spaziergänger jedoch kann das Fleckchen Erde mit seinen malerischen Pferdekoppeln und seiner alten bäuerlichen Kulturlandschaft verzaubern.

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Auf einen Blick

Fläche 7.1 km2
Einwohner Etwa 10206
Einwohner / km2 1437
Barrierefreie Toiletten 0
Postleitzahlen 22359, 22395
Visualisierung der örtlichen Lage innerhalb Hamburgs

Kunst und Kultur, Sehenswürdigkeiten, Besonderes

Theater
Begegnungsstätte Bergstedt

Barrierefreier ÖPNV

Stadtbus- Anbindung
174 (U-S Ohlsdorf <> U-Volksdorf),
374 (Bhf. Bargteheide/ Timmerhorn, Parkring <> S-Poppenbüttel (Wentzelplatz),
474 (Bhf. Ahrensburg <> Wragekamp),
574 (Vogtredder <> Wragekamp)