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Dulsberg

25. Januar 2018 | Von

Foto typischer Franksche Laubenganghäuser im Hamburger Stadtteil Dulsberg

Die Laubenganghäuser Dulsberg (Franksche Häuser) sind denkmalgeschützte Wohnhäuser mit typischen Laubengängen. Architekt war Paul August Reimund Frank.

Sozialer Backsteinbau: Der Teufel stand Pate
Der Stadtteil Dulsberg gehört zum Bezirk Hamburg Nord. Begrenzt wird er durch die Stadtteile Barmbek-Nord, Barmbek-Süd, Eilbek und Wandsbek. Beliebt ist er bei jüngeren Leuten wegen der meist kleineren, doch bezahlbaren Wohnungen und der guten Verkehrsanbindung zur Hamburger Innenstadt. Der Name Dulsberg erinnert an eine Anhöhe, die Tollsberg (Teufelsberg) genannt wurde. Urkundlich erwähnt wurde die als Ackerland genutzte Liegenschaft erstmals im Jahre 1271.

Mit dem Ausbau des Osterbekkanals entstanden um 1910 am Alten Teichweg erste Industrieansiedlungen, darunter Hamburgs zweite Müllverbrennungsanlage, die jedoch 1939 wegen der extremen Geruchsbelästigung wieder geschlossen wurde.

Die Wohnbebauung wurde in den 1920er Jahren vom Hamburger Oberbaudirektor und Architekten Fritz Schuhmacher als Neubausiedlung konzipiert. Es entstanden drei- bis viergeschossige Wohneinheiten, aufgelockert mit großen Grünflächen.

Typische Wohnhäuser vom Hamburger Oberbaudirektor und Architekten Fritz Schuhmacher im Hamburger Stadtteil Dulsberg

Typische Wohnhäuser vom Hamburger Oberbaudirektor und Architekten Fritz Schuhmacher


Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Dulsberg nahezu völlig zerstört. Da viele Außenmauern der Wohnanlagen stehengeblieben waren und das Bebauungskonzept als vorbildlich galt, wurde fast unverändert wieder aufgebaut.

Dulsberg trainiert für Olympia
1988 entstand am Dulsbergbad der Olympiastützpunkt Hamburg/ Schleswig-Holstein mit seinem Strömungskanal für Schwimmer. In der „Eliteschule des Sports“ direkt in der Nähe werden Talente aus der ganzen Bundesrepublik, teilweise auch in Internatsform, besonders gefördert.

Foto vom Straßburger Platz sowie der Frohbotschaftskirche im Hamburger Stadtteil Dulsberg

Straßburger Platz mit Frohbotschaftskirche

Drei Straßen prägen das Bild von Dulsberg: in Ost-West-Richtung die Straßburger Straße sowie der Alter Teichweg und in Nord-Süd-Richtung die vielbefahrene Nordschleswiger Straße. Der Straßburger Platz mit der Frohbotschaftskirche bildet das Zentrum von Dulsberg, an dem auch ein Wochenmarkt stattfindet. Der Stadtteil leidet am massiven Rückgang von Einzelhandels- und Fachgeschäften. Die Konkurrenz der naheliegenden Einkaufszentren lässt einen wirtschaftlichen Betrieb kaum zu.

Der Stadtteilrat Dulsberg war einer der ersten in Hamburg. Er soll zur Verbesserung der Lebensqualität mitwirken und ohne seine Einbeziehung werden keine öffentlichen Maßnahmen durchgeführt. So entstand das Stadtteilkulturzentrum „Kulturhof Dulsberg“ als zentraler Veranstaltungsort.

Barrierefreiheit? Jein
Barrierefrei zu erreichen ist Dulsberg nicht wirklich gut. Der S-Bahnhof Friedrichsberg ist mit einem Fahrstuhl ausgestattet, die beiden U-Bahnhöfe Alter Teichweg und Straßburger Straße leider nicht. Wege und Anlagen sind für Rollstuhlfahrer grundsätzlich gut zu bewältigen. Aufgrund der größtenteils denkmalgeschützten Bauweise der 1920er Jahre ist der vorhandene Wohnraum nur in den seltensten Fällen behindertengerecht.

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Auf einen Blick

Fläche 1.2 km2
Einwohner Etwa 17000
Einwohner / km2 14000
Barrierefreie Toiletten 1
Postleitzahlen 22049
Visualisierung der örtlichen Lage innerhalb Hamburgs

Kunst und Kultur, Sehenswürdigkeiten, Besonderes

Theater
Kulturhof Dulsberg
Sehenswürdigkeiten
Frohbotschaftskirche. Mehrere Wohnanlagen sind in der Liste der Kulturdenkmäler.

Barrierefreier ÖPNV

S-Bahn- Anbindung
Bahnhof Friedrichsberg (S1 und S11). Dort Umsteigemöglichkeit in Stadtbus 271 sowie Schnellbus 36.
Metrobus- Anbindung
23 (U-Niendorf Markt <> U-Billstedt)
Stadtbus- Anbindung
271 (S-Friedrichsberg <> Rentenversicherung Nord)
Schnellbus- Anbindung
36 (S-Blankenese <> Berner Heerweg)