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Ottensen

21. Februar 2018

Die Keimzelle des Multikulti

„Die Freie und Hansestadt Hamburg hat 104 Stadtteile. Einer davon heißt Ottensen. Er liegt im Hamburger Westen, genau neun S-Bahn-Minuten von der City entfernt. (…) Ottensen ist keinesfalls Hamburgs größter Stadteil. Es ist nicht sein bekanntester. Es ist nicht sein schönster. Es ist beileibe auch nicht sein modernster. Auch nicht sein elegantester. Aber viele sind einer Meinung: Ottensen ist Hamburgs lebendigster Stadtteil. Einige sagen: sein tolerantester. Andere fluchen: sein verwinkeltster. Manche sprechen von einer Kleinstadt im Westentaschenformat. Oder vom aufmüpfigsten Viertel der Hansestadt.“
(Quelle: „Ottensen-Chronik“ des Förderkreises Ottensen)

Fotoimpression der Ottenser Hauptstraße in Hamburg Ottensen, einer typischen Einkaufsstraße. Zu sehen einige Fußgänger auf der mit roten Steinen ausgelegten Fußgängerzone, dazu einige Laubbäume

Einkaufsstraßen – Fußgängerzone Ottenser Hauptstraße


Damit ist über Ottensen schon viel gesagt und wir haben die „Ottensen-Chronik“ hier zitiert, weil der Stadtteil nach unser Meinung in so wenigen Sätzen kaum besser charakterisiert werden kann.

Geschichtliches
Ottensen wurde offiziell erstmalig im Jahre 1310 genannt. In dieser Zeit war Ottensen ein kleines Dorf und bekannt unter dem Namen Ottahusen und wurde in etwa zur selben Zeit wie die Hammaburg gegründet. Um ca. 1640 kam Ottensen (wie auch Altona) unter dänischer Herrschaft. Erst nach Ende des deutsch-dänischen Krieges fiel Ottensen an die preußische Provinz Schleswig-Holsteins.

Foto der Fabrik in Hamburg Ottensen. Die Fabrik ist ein Kulturzentrum in der Barnerstraße. An der Außenfassade gut erkennbar der für die Fabrik typische Industriekran-Anbau

Das Kulturzentrum „Fabrik“ in der Barnerstraße

Kunst und Kultur
In der heutigen Zeit ist Ottensen ein Schauplatz vieler Nationen und Generationen. Hier leben viele bekannte Musiker und Schauspieler, der preisgekrönte deutsch-türkische Filmregisseur, Drehbuchautor, Darsteller und Produzent Fathi Akin zum Beispiel hat nie eine Hehl aus seiner Sympathie für diesen Stadtteil gemacht. Hier gedrehte Fernsehserien wie „Das Großtstadtrevier“ mit Jan Fedder und so mancher Tatort haben den Stadtteil auch weit über Hamburgs Grenzen hinaus bekannt gemacht.

Und: Ottensen ist Musik. Vor allem die Fabrik ist seit Jahrzehnten Mittel- und Anziehungspunkt ebenso für unbekannte Bands als auch für internationale Stars. 1971 als Kulturmekka in einer alten Maschinenfabrik gegründet, sind die Macher der Fabrik aber auch immer für neue Musikstile offen gewesen (es heißt, hier liege zum Beispiel der Ausgangspunkt der norddeutschen Punkszene).

Ein für Hamburg Ottensen typisches zweistöckiges Altbauwohngebäude mit Spitzdach. Im Vordergrund eine Straßenlaterne im dazu passendem historischem Design.

Umfangreicher Altbaubestand in Ottensen

Ottensen ist Leben
Viele Restaurants, Kneipen und Bars, kleine Läden und auch die Zeisehallen als weitere Kulturhochburg prägen das Bild des Stadtteils. Überall wird diskutiert, musiziert, gelesen, auf- und vorgeführt, kurz: Ottensen ist gleichermaßen ein Inbegriff für alternatives und urbanes Leben.

Wie oben bereits aufgezeigt, ist Ottensen ein alter Stadtteil. Und damit – leider – auch nicht besonders barrierefrei. Stufen rauf und Stufen runter, um in eine der zahlreichen Kneipen zu kommen, sind leider die Regel. Toiletten im Keller, dessen Treppen schon für gut bewegliche Gäste eine Herausforderung darstellen, Katzenköpfe (Kopfsteinpflaster) als Belag vieler kleiner Straße, Menschen mit Bewegungseinschränkungen haben es in Ottensen nicht immer leicht.

Hier werden Sie geholfen
Aber natürlich gibt es Ausnahmen (siehe Adressen). Und auf eines können Sie in Ottensen ganz sicher bauen: auf die Hilfsbereitschaft der Bewohner und seiner Gäste. Denn Menschen, die anderen nicht helfen, haben hier nichts verloren und verirren sich deshalb in der Regel auch gar nicht hierher.

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Auf einen Blick

Fläche 2.8 km2
Einwohner Etwa 37000
Einwohner / km2 13000
Barrierefreie Toiletten Bahnhof Altona, Einkaufszentrum Mercado
Postleitzahlen 22763, 22765, 22767
Visualisierung der örtlichen Lage innerhalb Hamburgs

Kunst und Kultur, Sehenswürdigkeiten, Besonderes

Theater
Altonaer Theater, Thalia in der Gaußstraße, Theater in der Basilika, Türkisches Theater Hamburg, Theater für Kinder, Allee Theater, Monsun Theater, Frau Schrödter's
Museen
Altonaer Museum, Heine Haus, Museumshafen Övelgönne
Sehenswürdigkeiten
Chistianskirche, Lankenaustift, Stuhlmannbrunnen, Black Box, Kreuzkirche, Fabrik, Motte, Altonale

Barrierefreier ÖPNV

S-Bahn- Anbindung
Bahnhof Altona (S1, S11, S2, S3, S31). Dort Umsteigemöglichkeit in folgende Busse:
Stadtbusse: 111, 112, 150, 183, 250, 283, 288.
Metrobusse: 1, 2, 15, 20, 25.
Eilbus: E86.
Schnellbus: 37.
Nachtbusse: 600, 601, 609, 621, 688.

Folgende Bahnverbindungen:
D-Zug nach Westerland (Sylt),
RE6 über Heide (Holst), Husum, Westerland (Sylt),
RE70 nach Kiel Hbf.,
RB71 über Elmshorn, Itzehohe, Wrist.
Metrobus- Anbindung
1 (Bhf. Rissen <> Bhf. Altona),
2 (Schenefeld, Achterndieck / Schenefeld, Dorfplatz- Kehre <> Bhf. Altona),
15 (S-Klein Flottbek/ S-Othmarschen <> Alsterchaussee),
20 (Bhf. Altona <> S-Rübenkamp),
25 (Bhf. Altona <> Sachsenstraße).
Stadtbus- Anbindung
111 (Bhf. Altona <> Baakenhöft),
112 (Neumühlen/ Övelgönne-Fähre <> Osterbrookplatz),
150 (Estebogen/ AIRBUS- Kehre <> Bhf. Altona),
183 (Kalvslohtwiete <> Bhf. Altona),
250 (Fischbeker Heideweg <> Bhf. Altona),
283 (Kalvslohtwiete <> EEZ- Julius-Leber-Straße),
288 (Pflegezentrum Lutherpark <> Goethestraße)
Eilbus- Anbindung
E86 (Teufelsbrück-Fähre <> Bhf. Altona)
Schnellbus- Anbindung
36 (S-Blankenese <> Berner Heerweg),
37 (Schenefeld-Schenefelder Platz <> Bramfelder Dorfplatz-Heukoppel)
Nachtbus- Anbindung
600 (Bhf. Altona <> Böcklerstraße),
601 (S-Wedel <> Rathausmarkt),
609 (Bhf. Altona <> S-Nettelnburg),
621 (S-Wedel <> Bhf. Altona),
688 (Bhf. Altona <> Rathausmarkt)