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Tonndorf

2. März 2018 | Von

Hamburgs Hollywood: Von der Frühgeschichte zum Großstadtrevier

Blick auf Studio Hamburg, ein vierstöckiges Gebäude. Links eine Fußgänger- Auffahrrampe zu einem Einkaufszentrum, im Vordergrund ein Fußgängerweg

Sonnenweg. Links Rampe hoch zum Einkaufszentrum Tondo, im Hintergrund Studio Hamburg. Nicht sichtbar, hinter Fotografen, die Unterführung unterhalb der Fernbahnlinie Hauptbahnhof <> Lübeck

Tonndorf liegt im Osten der Stadt und wird begrenzt von den Stadtteilen Farmsen-Berne, Rahlstedt, Jenfeld und Wandsbek. Ausgrabungen an der Rahlau belegen eine Besiedelung bereits in der Eisen- und Bronzezeit. Urkundlich erwähnt wird Tonndorf als „Todendorpe“ im Jahre 1314. Der Name leitet sich vom vermutlichen Ortsgründer Todo ab. 1937 wurde Tonndorf durch das Groß-Hamburg- Gesetz ein Stadtteil Hamburgs.

Von den Bombenangriffen des Zweiten Weltkrieges weitgehend verschont, begann im Jahr 1947 mit der Gründung der Real- Film durch die Produzentenlegende Gyula Trebitsch der Aufstieg Tonndorfs zum Medienstandort.
Heute, nach etlichen Zusammenschlüssen bekannt als „Studio Hamburg“, ist dieses nicht nur der größte Arbeitgeber des Stadtteils, sondern auch das größte Dienstleistungszentrum für Film und Fernsehen in Norddeutschland. Bekannte Filme wie „Der Hauptmann von Köpenick“ und Fernsehserien wie das „Großstadtrevier“ wurden und werden hier produziert. Bedauerlicherweise gibt es keine Führungen durch das Areal.

Es ist eher ruhig

Eine weitere Attraktion bietet Tonndorf mit dem in den Sommermonaten gut besuchten Strandbad Ostende, einem 1927 eröffneten Freibad mit großer Liegewiese und Terrasse. Zur Naherholung dient auch eine Grünanlage entlang des Flüsschens Wandse, die sich bis nach Wandsbek ausdehnt.

Einkaufszentrum Tondo in Hamburg Tonndorf. Blick auf ein leicht abgerundetes Handelsgebäude mit einigen Reklametafeln, etwa drei sehr hohe Stockwerke hoch

Einkaufszentrum „Tondo“ an der Tonndorfer Hauptstraße

Ansonsten ist Tonndorf eine mehr oder minder ruhige Wohngegend entlang der Bahntrasse Hamburg-Lübeck und den ehemaligen Bundesstraßen 75 und 435. Das Einkaufszentrum „Tondo“ dient als Ersatz für einen nicht vorhandenen Ortskern. Es gibt kein Kino, keine Bücherhalle und keinen Raum für öffentliche Veranstaltungen. Mit der Aufstellung einer ausgedienten Telefonzelle als Minibibliothek wird versucht, zumindest ein wenig kulturelle Abhilfe zu schaffen.

Personen mit eingeschränkter Mobilität kommen in Tonndorf gut zurecht. Die Wege sind generell breit und befestigt. Bei den Unterführungen unter den Bahnanlagen sind die Rampen jedoch recht steil.

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Auf einen Blick

Fläche 3.9 km2
Einwohner Etwa 13500
Einwohner / km2 3462
Barrierefreie Toiletten 1
Postleitzahlen 22041, 22043, 22045, 22047 22149, 22159
Visualisierung der örtlichen Lage innerhalb Hamburgs

Kunst und Kultur, Sehenswürdigkeiten, Besonderes

Barrierefreier ÖPNV

S-Bahn- Anbindung
Bahnhof Tonndorf (RB 81). Dort Umstiegsmöglichkeit in Stadtbusse 167, 232 und 567 sowie Metrobusse 9 und 27 sowie Nachtbus 608.
Metrobus- Anbindung
9 (U-Wandsbek Markt <> Großlohe),
27 (S-Poppenbüttel, Stormanplatz <> U-Billstedt)
Stadtbus- Anbindung
167 (Bhf. Tonndorf <> U-Berne, Berner Heerweg),
232 (Bhf. Tonndorf <> Bhf. Bergedorf),
567 (Jenfeld, Zentrum <> U-Farmsen)
Schnellbus- Anbindung
36 (S-Blankenese <> Berner Heerweg)
Nachtbus- Anbindung
608 (S-Reeperbahn <> Großlohe)