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Wellingsbüttel

5. März 2018

Tanz im Torhaus – reich und schön

Generationshaus in Hamburg Wellingsbüttel

Generationshaus

Wellingsbüttel zählt zu den reichsten Hamburger Stadtteilen, weil das durchschnittliche Einkommen dort mit etwa 72.000 Euro jährlich beziffert wird und es somit mehr als doppelt so hoch ist wie der Hamburger Gesamtdurchschnitt. Soviel zum Golde, nun zur Schönheit. Geprägt ist das Bild dieses Stadtteils von Einzelhäusern, mächtige alte Buchen und Eichen säumen den Alsterlauf, erhaltene Grünzonen und Waldgebiete sorgen für die nötige Prise Natur.
Schönheitsfleck von Wellingsbüttel ist ein über 250 Jahre altes, imposantes Herrenhaus. Dessen vorgelagertes Torhaus, ursprünglich als Pferdestall genutzt, ist heute ein wunderbarer Rahmen für 50 bis 60 Kulturveranstaltungen pro Jahr und begehrter Ort für romantische Hochzeiten, stilvolle Empfänge und fröhliche Feiern. Außerdem ist das Torhaus gleichzeitig noch ein kleines Museum: das Alstertal-Museum. Während des ganzen Jahres werden in dem Torhaus volkskundliche Exponate und bäuerliche Gerätschaften aus dem Oberalster-Raum ausgestellt, die sich thematisch mit der Geschichte Wellingsbüttels beschäftigen.

Heute bremisch, morgen schwedisch…

Einzelhäuser an der Wellingsbüttler Straße in Hamburg. Links einige Ein- bis zweistöckige, rote Einzel - Reihenhäuser.

Wellingsbüttler Straße

Die Geschichte Wellingsbüttels kann man anhand von Urkunden bis ins Jahr 1296 zurückverfolgen. Sie ist recht wechselvoll gewesen. Der Ort war 1412 im Besitz Bremer Erzbischöfe, gelangte 1648 an die Schweden. 1673 erwarb die Familie von Kurtzrock das Gut. Nach Streit mit dem dänischen König musste die Familie 1806 verkaufen. Der Kaufmann Otto Jonathan Hübbe ließ es 1912 durch die „Alsterthal- Terrain- Actien- Gesellschaft“ parzellieren. Damit begann die Einzelhausbesiedelung.

Einige Reihenhäuser in Hamburg Wellingsbüttel mit halbrund bis spitz zulaufenden Dächern, davor die Wellingsbüttler Straße

Wellingsbüttler Straße

1937 wurde Wellingsbüttel durch das Groß-Hamburg-Gesetz Teil von Hamburg. Danach bekam das Stadtviertel unerwartet einen König. Nein, keinen richtigen König, sondern den berühmten Spaßvogel Heinz Erhardt, den die dort ansässigen Leute den „König von Wellingsbüttel“ nannten, seitdem er sich nach dem zweiten Weltkrieg für 20.000 Mark ein Domizil für seine sechsköpfige Familie im Hamburger Norden kaufte.

Wellingsbüttel wurde Anfangs noch „Waldingsbutle“ genannt. Der Name geht auf eine sächsische Gründung durch einen Mann namens Walding zurück. Das „Büttel“ leitet sich aus dem sächsischen Wort Wohnstätte ab.

Barrierefreie Anreise nur mit dem Bus

Foto der S-Bahn-Haltestelle Hamburg Wellingsbüttel. Zu sehen ein dunkler Fußgänger-Tunnel mit "Wellingsbüttel"-Schriftzug am Eingang. Rechts einige Leihfahrräder.

S-Bahn-Haltestelle Wellingsbüttel. Leider bisher nicht barrierefrei

Seit vielen Jahren wird von den Alstertalerinnen und Alstertalern ein barrierefreier Ausbau des S-Bahnhofs Wellingsbüttel (S1, S11) gefordert. Insbesondere viele ältere Menschen haben täglich große Probleme, den Bahnsteig zu erreichen. Eine schnelle Lösung scheint nicht in Sicht, denn der Senat stellt sich quer. Eine konkrete Planung zu einem barrierefreien Ausbau liegt bis heute (Dez. 2014) leider nicht vor.
Zwei Busse, die Linien 27 und 168, pendeln zwischen Wellingsbüttel, Farmsen, Jenfeld und Billstedt (Metrobus 27) bzw. zwischen Wellingsbüttel, Farmsen- Berne und Rahlstedt (Stadtbus 168) und ermöglichen somit eine barrierefreie An- und Abfahrt.

Ist man erst einmal in Wellingsbüttel angekommen, kann man sich dort dank der gut passierbaren Asphalt- und Steinplattenwege, die keine oder kaum Steigungen und Senkungen aufweisen, auch mit körperlichen Einschränkungen problemlos bewegen.

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Auf einen Blick

Fläche 4.1 km2
Einwohner Etwa 10290 (31. Dezember 2013)
Einwohner / km2 2510
Barrierefreie Toiletten 0
Postleitzahlen 22391
Visualisierung der örtlichen Lage innerhalb Hamburgs

Kunst und Kultur, Sehenswürdigkeiten, Besonderes

Museen
Alstertal-Museum
Sehenswürdigkeiten
Herrenhaus

Barrierefreier ÖPNV

S-Bahn- Anbindung
Bahnhof Hoheneichen (S1, S11).
Metrobus- Anbindung
8 (U-Wandsbek Markt <> Bramfelder Dorfplatz, Heukoppel/ S-Poppenbüttel),
27 (S-Poppenbüttel <> U-Billstedt)
Stadtbus- Anbindung
168, 358 (S-Poppenbüttel, Stormarnplatz <> Bhf. Rahlstedt, Doberaner Weg)