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Winterhude

6. März 2018 | Von

Von allem etwas: geschützter Ort vor den Toren der Stadt
Urkundlich erwähnt wird Winterhude erstmalig im Jahr 1250. Der Namenszusatz „hude“ bezeichnet einen geschützten Ort für Vieh oder Alsterkähne. Winterhude war ein typisches Bauerndorf vor den Toren Hamburgs. Nach dem großen Brand und der Aufhebung der Hamburger Torsperre 1861 begann die starke Besiedelung des Stadtteils, der erst 1894 endgültig nach Hamburg eingemeindet wurde.

Mehrere Bürogebäude in der City Nord in Hamburg Winterhude. Typische Glas - Stahlgebäude, ca. acht Stockwerke hoch, dazwischen einzelne, flache Bäume

Bürohäuser City Nord


Gebäude an der Fernsicht in Hamburg Winterhude. Villenartiges zweistöckiges, weißes Wohngebäude an ruhiger Wohnstraße

An der Fernsicht

Vom kühlen Charme des Bürohausviertels City-Nord über das von mehrgeschossigen Wohnhäusern sowie vielen kleinen Geschäften geprägte Winterhude Nord und der mondänen Villenbebauung in Winterhude Süd bis zur mit rotem Backstein gebauten Sozialsiedlung Jarrestadt hat das Wohnen, Leben und Arbeiten hier viele Gesichter.

Planetarium im Stadtpark in Hamburg Winterhude. Rotes, mehrstöckiges Gebäude mit runter Dachkuppel. War früher mal ein Wasserturm. Steht vor einer Wiese

Planetarium im Stadtpark in einem ehemaligem Wasserturm

Mitten drin liegt die größte Grünfläche Hamburgs: der Stadtpark. Dort steht auch das Wahrzeichen des Stadtteils, der 64,5 Meter hohe, ehemalige Wasserturm mit dem Planetarium. Das große Freizeitangebot, die direkte Nähe zur Alster und ihrem Kanalgeflecht, gute Verkehrsanbindungen, viele Schulen- darunter die Gelehrtenschule des Johanneums- und Kindergärten sowie sehr gute Einkaufsmöglichkeiten machen Winterhude zu einem heiß begehrten Stadtteil.

Winterhude grenzt an die Stadtteile Alsterdorf, Barmbek, Uhlenhorst, Harvestehude und Eppendorf.

Von den Kränen zur Kultur
Entlang des Goldbek- und des Osterbekkanals entstanden Industriebauten, von denen die Maschinenfabrik von Nagel & Kaemp, später Kampnagel, am bekanntesten ist. Wo früher Reismühlen und vor allem die berühmten Hafenkräne gebaut wurden, ist seit 1982 die Kulturfabrik Kampnagel als Veranstaltungsort zeitgenössischer und avantgardistischer Kunst auf dem Gelände gewachsen.

Kran vor Kampnagel in Hamburg Winterhude. Kampnagel ist ein Kulturzentrum in einer ehemaligen Maschinenfabrik. Der Kran steht vor der Fabrikationshalle

Kampnagel – Kran in der Jarrestraße 20

Kulturzentrum Kampnagel in Hamburg Winterhude, untergebracht in einer ehemaligen Maschinenfabrikhalle. Einstöckige, hohe Fabrikationshalle

Kulturzentrum Kampnagel in der Jarrestraße 20

Fast als Gegensatz kann man die Komödie am Winterhuder Fährhaus verstehen, wo die leichte Muse des Boulevardtheaters gepflegt wird. Stadtteilbezogene Kulturarbeit mit breitgefächertem und wechselndem Angebot findet im Goldbekhaus statt. Größter Veranstaltungsort Winterhudes für sportliche und kulturelle Aktivitäten, wie Konzerte oder das alljährlich stattfindende Polizeisportfest, ist die 7.000 Zuschauer fassende Sporthalle Hamburg, auch als Alsterdorfer Sporthalle bekannt.

Rein oder raus?
Die Sierichstraße, benannt nach einem Winterhuder Großgrundbesitzer, ist die einzige Einbahnstraße in Deutschland, die zweimal am Tag ihre Richtung wechselt. Ab 4 Uhr morgens geht es stadteinwärts, ab 12 Uhr stadtauswärts, ein geniales Verkehrskonzept aus den 1960er Jahren.

Mobilitätseingeschränkte kommen in Winterhude im Allgemeinen sehr gut zurecht, denn die Bürgersteige sind fast überall abgesenkt. Aufgrund der allgemeinen Parkplatznot gibt es allerdings in einigen Bereichen Behinderungen durch wildparkende Autofahrer.

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Auf einen Blick

Fläche 7.6 km2
Einwohner Etwa 52400
Einwohner / km2 6900
Barrierefreie Toiletten 0
Postleitzahlen 20249, 22297, 22299, 22301, 22303, 22305
Visualisierung der örtlichen Lage innerhalb Hamburgs

Kunst und Kultur, Sehenswürdigkeiten, Besonderes

Theater
Komödie Winterhuder Fährhaus, Kampnagel, Goldbekhaus
Sehenswürdigkeiten
Planetarium, Stadtpark

Barrierefreier ÖPNV

U-Bahn- Anbindung
Bahnhof Sengelmannstraße (U1). Dort Umstiegsmöglichkeit in Stadtbus 118.

Bahnhof Lattenkamp (U1). Dort Umstiegsmöglichkeit in Stadtbus 109, 114, 214, 281, 292 sowie Schnellbus 39 und Nachtbus 606.

Bahnhof Borgweg, Stadtpark (U3). Dort Umstiegsmöglichkeit in Stadtbus 179, Metrobus 6 sowie Nachtbus 600.
S-Bahn- Anbindung
Bahnhof Rübenkamp, City Nord (S1, S11). Dort Umstiegsmöglichkeit in Stadtbus 118 sowie Metrobusse 20 und 26.

Bahnhof Alte Wöhr, Stadtpark (S1, S11). Dort Umstiegsmöglichkeit in Metrobus 23.
Metrobus- Anbindung
6 (U-Feldstraße <> Auf dem Sande, Speicherstadt/ U-Borgweg),
20 (Bhf. Altona <> S-Rübenkamp),
23 (U-Niendorf Nord <> U-Billstedt),
25 (Bhf. Altona <> Sachsenstraße),
26 (U-Kellinghusenstraße/ U-Alsterdorf <> Bhf. Rahlstedt Amtsstraße)
Stadtbus- Anbindung
109 (U-Alsterdorf <> Hauptbahnhof, ZOB),
114 (Lufthansa Basis, Haupteingang <> U-Klosterstern),
118 (U-Fuhlsbüttel/ U-Sengelmannstraße <> U-Wandsbek Gartenstadt),
179 (U-Borgweg/ S-Poppenbüttel, Wentzelplatz <> U-/S-Ohlsdorf, Im Grünen Grunde),
214 (Klotzenmoor, Mitte <> U-Lattenkamp),
281 (S-Krupunder/ UK Eppendorf, Haupteingang <> U-Lattenkamp),
292 (U-Ochsenzoll <> U-Lattenkamp)
Schnellbus- Anbindung
39 (Teufelsbrück, Fähre <> U-Wandsbek Markt)
Nachtbus- Anbindung
600 (Bhf. Altona <> Böcklerstraße),
606 (Rathausmarkt <> U-Langenhorn Markt, Krohnstieg)