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Zinnschmelze

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30. August 2018

Die Zinnschmelze von außen, bei Regen, in der Nacht. Links ein gemauerter Schornstein, rechts der Eingang

Die Zinnschmelze – Barmbeker Kultur-Highlight


Die Zinnschmelze: Kultur-Couture mit Tanzfeen und Traumcafé
Klatschen, Trommeln, Füße stampfen rhythmisch. Darüber schwebt eine Melodie, zart wie ein Märchen aus 1000 und einer Nacht, um gleich danach im Gypsy-Temporausch davon zu taumeln: Weltmusik – unberechenbar, lebendig, fröhlich, traurig und alles zusammen. Die „Welcome Music Session“ im Barmbeker Kulturzentrum Zinnschmelze ist gefühlte Heimat für viele, eine konzertante Melange mit Zinnschmelzen-Charme.

Die Idee hatten beide unabhängig voneinander: die Zinnschmelze und die Hochschule für Musik und Theater. Und wie das so ist mit klugen Synchronizitäten, sie führen unweigerlich zu einem kulturellen Urknall – das Kooperationsprojekt Welcome Music Session wurde mit dem Stadtteilkulturpreis 2016 ausgezeichnet. Es findet seit Herbst 2015 jeden 2. Donnerstag im Monat statt, der Eintritt ist kostenlos. Gut gelaunt moderiert Arne Theophil, Bassist und Organisator im Musiknetzwerk Elbinseln, den Abend. Künstler treten in spontaner Folge auf. Eine orientalische Zither, Darboukka-Felltrommeln, Schlagzeug, Kontrabass und die elegische Männerstimme am Mikro verschmelzen zu fremden und verlockenden Klängen. Menschen kommen und gehen, sitzen auf dem Boden, halten ihre Handys hoch, Küsschen hier, Umarmung dort – ein Volksfest zum Mittanzen mit arabischem Akzent.

Zu Fuß durch Folk und Pop
Spannender Kulturmix aus aller Welt ist seit jeher Markenzeichen der Zinnschmelze. Vorzugsweise bietet sie jungen aufstrebenden Musikern den Rahmen für künstlerische Darbietungen. Songpoet Udo Schild füllte die Zinne schon mit jazzigem Soul, Nico Brettschneider & Rufus and the Drawbacks kontrastierten mit sanftem Gitarrensound und rockiger Ursprünglichkeit und russisch-brasilianische Lieder rauschten bei Rosa Morena Russo & Pavel Ehrlich als Bildperformance illuminiert über die Bühne. Gern schaut auch Sängerin Theresa Dold mit Fernweh-Folk und souligen Pop-Balladen vorbei. Karibisch entspannt trommelt sich die Salsa-Night in Hände und Füße, mit der zeitgenössischen Swingvariante Lindy-Hop inszeniert sich der kokette Charleston neu. Die West African Dance Night knallt Farben und französischen Groove in den grauen November samt Einführungskurs direkt beim Absolventen des Senegalesischen Nationalballetts, Aliou Badji. Aber: Pssst! Auch Hauchzartes wie dieses sieht man in der Zinnschmelze:


Katharinas Elfen
Gleich, gleich öffnet sich der Vorhang, eine Ballerina im Scheinwerferlicht. Kurz taucht ihr Blick über das atemlos angespannte Dunkel des Zuschauerraums: eine Bühnenstimmung wie in einer Balletturaufführung schwebt über dem Veranstaltungssaal der Zinnschmelze. Es ist Dienstag, 17 Uhr. Die Tänzerin, Choreografin und Tanzpädagogin Katharina Kickinger, gebürtige Wienerin mit österreichischem Singsang in der Stimme, erteilt Ballettunterricht. Tanzsehnsüchtige junge Frauen – Absolventinnen der Stage-School, Schauspielerinnen aber auch Laien – unterwerfen sich der strengen klassischen Technik. Bei Katharina kommt diese jedoch locker und mit Bonmots gewürzt daher. Dafür lieben ihre Schülerinnen sie und der rote Vorhang und das Bühnenequipment in steter Bereitschaft ist eine wunderbare Kulisse für langgehegte Ballettträume. Dann eröffnet sie den Reigen der Pirouetten – Pique, Soutenue, Pique, Soutenue – in schneller Folge quer durch den Raum. Die eine kann es besser, die andere muss noch Frieden schließen mit der Balance, doch alle werden in die Choreografie nach ihren Möglichkeiten einbezogen.

Szenenwechsel: gleicher Raum, Modern Dance, Unterricht in jener Tanzform, die sich voll ins Gefühl wirft, Contemporary Dance. Mit der Release-Technik beginnt die Stunde: atemsynchrone leichte Kopfbewegungen, Beinschwünge, auf und ab des Oberkörpers. Auf dem Boden rollen und biegen sich die Körper weich, bereit für die Choreo. Laszive Armposen, Hüften zucken sekundenschnell. Die Modern Dance Musik klingt nach Tango, nach wilder, nie gekannter Urkraft. Leicht wie Gazellen springen die Mädchen durch den Raum, paarweise im Kreis angeordnet. Katharinas Unterricht hat Strahlkraft, vor allem die Aussicht auf die öffentliche Abschlussperformance am Ende des 6monatigen Unterrichtszyklus motiviert.

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Auf einen Blick

Zinnschmelze
Maurienstraße 19
22305 Hamburg

Telefon: +49-40-2992021
Webseite: www.zinnschmelze.de
Visualisierung der örtlichen Lage innerhalb Hamburgs

Außenbereich

Parkplätze
Parkhaus "Drosselstar": Zwischen Drossel- und Starstraße, Zufahrt über Drosselstraße.
Ein Behindertenparkplatz liegt hinter der “Alten Fabrik” des Museums der Arbeit, Zufahrt über Maurienstraße
Eingangsbereich
Ebenerdiger Zugang

Innenbereich

Aufzug
Aufzug vis-a-vis Foyer, führt in alle Etagen.
Räume
- Garderobe: Auf der Zwischenetage zum Untergeschoss, per Aufzug barrierefrei erreichbar.
- Veranstaltungssaal: Im Souterrain. Per Aufzug barrierefrei erreichbar, außerdem Freitreppe außen.
- Theaterdeck: Im Obergeschoss, barrierefrei per Aufzug zu erreichen.
Barrierefreie Toiletten
Auf der Zwischenetage zum Untergeschoss, per Aufzug barrierefrei erreichbar.
Barrierefreie Gastronomie
Café Lüttliv: ebenerdig, links vom Eingang, barrierefreier Zugang.

Barrierefreie Anfahrt per ÖPNV

Mögliche aktuelle Einschränkungen:
Haltestelle Barmbek (S1, S11, U3, Stadtbusse 166, 171, 172, 173, 177, 213 und 277 sowie Metrobusse 7 und 23 sowie Nachtbusse 600, 607 und 617,)