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St. Georg – Natur und Esskultur in zwei Stunden

12. September 2018

Weißes zweigeschossiges Gebäude im Neobarockstil mit Säulen und Pilaster

Schauspielhaus – das größte Theaterhaus in Deutschland

Unser Alsterabenteuer beginnt beim Bieberhaus am Hauptbahnhof.
Hier ist das Ohnsorg-Theater seit 2011 zu Hause. Der Heidi-Kabel-Platz(1) erinnert an eine Volksschauspielerin, die nicht nur auf der Niederdeutschen Bühne für gute Unterhaltung sorgte. Gegenüber, im Schauspielhaus(2), wird Hochdeutsch gesprochen. Große Namen wie Gustaf Gründgens, Peter Zadek und Ulrich Tukur haben Deutschlands größter Sprechbühne alle Ehre gemacht. Unser Weg führt die Kirchenallee hinunter bis wir rechts in die Koppel abbiegen. Wir gehen zum Haupteingang der Heiligen-Dreieinigkeits-Kirche, der das Quartier seinen Namen verdankt: St. Georg(3). Bei einem kurzen Aufenthalt bestaunen wir Georgs Kampf mit dem Drachen (Moderne Plastik von Gerhard Marcks). Am St. Georgs Kirchhof geht es weiter über die Straße Alstertwiete bis zum Hotel Atlantic(4). An der Fassade, Ecke Holzdamm, kletterte James Bond 1997 bis zur Weltkugel empor („Der Morgen stirbt nie“). Albert Ballin, der Reeder des Kaisers, eröffnete 1909 das „weiße Schloss an der Alster“. Für viele Passagiere der ersten Klasse begann die Reise nach Amerika mit der Ausschiffung hier am Alsterufer. An der Ampel überqueren wir die Hauptverkehrsstraße An der Alster. Am Eingang zum Alsterpark erwartet Kunstinteressierte den nächsten Anlaufpunkt – eine Skulptur des Künstlers Max Bill(5).

Ein weißer Dampfer und die Segelboote auf der Alster

Der letzte echte Alsterdampfer

Die Alster
Immer an der Alster entlang führt der Weg, vorbei an der Segelschule Pieper. Hamburger Jungs und Deerns machen hier seit Generationen ihren ersten Segelkurs, Besucher nutzen den netten Bootsverleih. Wir folgen dem Weg bis zum Eiscafé La Dolce Vita (15 Min.). Mit einem Eis in der Hand genießen wir den Blick über das Wasser hinüber nach Harvestehude. Vom Affenfelsen bis St. Johannis finden Fotografen und alle die es werden wollen Motive, die einen zweiten Blick lohnen(6). Vor der Hohenfelder Bucht biegen wir rechts ab und gehen durch die Unterführung zum Hamburger Kanu Club. Vom Ende des Kanufußballspielfeldes an der Barcastraße biegen wir rechts in die nächste Unterführung. Links, die Asklepios Klinik St. Georg und rechts The George. Nicht alle Besucher leisten sich einen Drink auf der Dachterrasse, aber das Design-Hotel bildet den Auftakt zum geschmackvollsten Teil der Tour.

Eine Kirche in St. Georg

Die Heilige Dreieingkeitskirche

Die Lange Reihe

„Künstler, Angestellte und Freaks gehen hier shoppen. Abends trifft man sich in einer der Bars oder im Restaurant. Beliebt ist die Straße auch wegen ihrer multikulturellen Vielfalt.“ (Hamburger Abendblatt, 20.03.2000)

Die Kultkneipe Frau Möller und das Cafe Gnosa sind über die Szenegrenzen hinaus bekannt. Die Turnhalle bietet Sonntagsbrunch und abends extravagante Themen-Dinner.
„Wir geben Dingen Seele“ heißt es in den 12 Ateliers und offenen Kunstwerkstätten der Koppel 66, einer ehemaligen Maschinenfabrik an der Langen Reihe 75(7).
Wenn wir Glück haben, spielt Kirchenmusikdirektor Prof. Lauer nebenan die Orgel im Mariendom (Danziger Straße)(8). Bei jedem Wetter können wir dort innehalten und die neobyzantinischen Mosaiken im Altarraum bewundern.
Feinschmecker kommen im mittleren Teil der Langen Reihe auf ihre Kosten. Auf dem Carl-von-Ossietzky-Platz ist jeden Freitag von 10.00-18.30 Uhr Ökomarkt(9). Im feinen Cox pflegt man die hohe Kunst der französischen Küche, nebenan machen Italiener, Portugiesen, Inder und Chinesen Lust auf eine kulinarische Weltreise.

St. Georg

St. Georg

Um die ganze Welt ging auch das Lied „La Paloma“. Eine Gedenktafel an der Fassade der Langen Reihe 71 erinnert an das Geburtshaus des Sängers und Schauspielers Hans Albers. Am Ende der bunten Meile halten wir uns links und erreichen den Ausgangspunkt unserer Tour. Von hier startet die Parade am Christopher Street Day durch die Hamburger Innenstadt. Offensichtlich kann man in Hamburg nicht nur „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ ein Abenteuer erleben.

Startpunkt: Hamburg Hauptbahnhof Nord / (1) Heidi-Kabel-Platz / (2) Schauspielhaus / (3) Dreieinigkeits-Kirche / (4) Hotel Atlantic / (5) Skulptur des Künstlers Max Bill / (6) Aussichtspunkt Hohenfelder Bucht / (7) Koppel 66 / (8) Mariendom / (9) C.-v. Ossietzky-Platz.
Kartendaten © OpenStreetMap contributors (CC-BY-SA)

Auf einen Blick

Reine Laufzeit Etwa 120 Minuten
Länge des Rundgangs Etwa 3 km
Toiletten 1
Steigungen und Gefälle
Kaum
Einschränkungen
Keine
Die Wegstrecke
Heidi-Kabel-Platz, Kirchenallee, Koppel, St. Georgs Kirchhof, Alstertwiete, An der Alster (Alsterufer), Unterführung Schwanenwik, Unterführung An der Alster, Barcastraße, Lange Reihe, Kirchenallee

Barrierefreie Anfahrt per ÖPNV

Haltestelle Hauptbahnhof (alle U- und S-Linien, Metrobusse 5, 6, Stadtbusse 3, 109, 112, 120, 124, Schnellbusse 31, 34, 35, 36, 37 sowie Nachtbusse 606, 607, 608, 609, 640)